Samstag, 31. Dezember 2011

Das Jahr geht zu Ende

Keine bemerkenswerte Erkenntnis, aber auch hier neigt sich das Jahr 2011 dem Ende zu.
Insgesamt war es ein gutes Jahr, wir hatten viele schöne Lämmer, haben einen Großteil davon an nette Menschen abgegeben, die viel Freude an den Tieren haben. (Den anderen Teil haben wir nicht etwa an nicht nette Menschen abgegeben, sondern natürlich behalten.)

Unser Bestand hat sich nicht nur durch Nachzucht, sondern auch durch Zukauf einiger Tiere vergrößert. Auch andere Rassen wie die zwei Gotlandschafe oder die kleine Herde Shetlandschafe sind dazu gekommen. Ebenso einige Tiere der Rasse Black Welsh Mountain.

Highlight im Nutztierarche-Jahr war auf jeden Fall unser Tag der offenen Tür im Juni. Zwar total verregnet, aber mit trotzdem vielen Besuchern, neuen Bekanntschaften sowie alten Freunden. Im nächsten Jahr wird der Tag der offenen Tür am 1. Juli stattfinden, in der Hoffnung, dass das traditionelle Regenwetter zur Kieler Woche dann vorbei ist.

Auch verregnet war aber trotzdem viel Spaß gemacht hat unsere Teilnahme am Schaftag in Lensahn.

Wie im Blog zu lesen war, haben wir zum Ende des Jahres leider ein Walliser Muttertier samt Lamm verloren. Eine weitere Walliserin fällt aufgrund ihrer überstandenen Euterentzündung wahrscheinlich für die Zucht aus. Immerhin haben wir unsere Emmi aber noch, ebenfalls eine Selbstgezogene, wie April eines unserer ersten Lämmer.

Wir blicken auf jeden Fall zuversichtlich nach vorne, was unsere Schafzucht betrifft. Höhen und Tiefen wird es immer geben. Zwar nehmen einen Krankheiten und Todesfälle bei den Tieren immer sehr mit, aber es ist auch ein sehr erfülltes und abwechslungsreiches Leben.

Sylvester verbringen wir natürlich zu Hause, um immer wieder nach den Tieren sehen zu können. Bei uns im Dorf wird nicht viel geknallt, und meist wirklich erst zu Mitternacht, aber man weiß ja nie. Einige Muttern sind hochtragend, die haben wir via Kamera im Stall im Blick. Mit Spannung erwarten wir die erste Lammung von Betty, einer Devon Longwool.

Kommt alle gut in das neue Jahr, und wir wünschen allen Freunden ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012. Erfolgreich in dem Sinne, dass euch gelingen möge, was ihr euch vorgenommen habt.


              ALLE GUTEN WÜNSCHE ZUM NEUEN JAHR!

Sonntag, 25. Dezember 2011

Freud und Leid


Am Abend vor Heiligabend mussten wir leider unsere April erlösen lassen. Nach kurzer schwerer Krankheit, wie es so schön heißt. Wer Einzelheiten wissen möchte, findet sie hier und in dem Folgethema hier. Wieder einmal waren zusätzlich zum vor Ort anwesenden Tierarzt erfahrene User der Schaf-Foren Hilfe und Unterstützung.
Oben ist April auf einem Bild vom November zu sehen. Sie war viereinhalb Jahre alt, wir haben sie selbst gezogen. Sie war eine sehr schöne und liebenswerte Schwarznase. Manchmal etwas eigensinnig, wie sie halt so sind, aber uns immer zugetan und sehr freundlich. Auch wenn wir viele Tiere haben, einige wachsen einem besonders an´s Herz und hinterlassen eine große Lücke. April gehört auf jeden Fall dazu.

Aber wie es so ist im Leben, mal geht es bergauf, mal geht es bergab. Heute morgen, am ersten Weihnachtstag, hat Rieke ein niedliches Auenlamm auf die Welt gebracht. Die kleine Scheckin ist fit für drei.

                   Die Kleine wird von Mutter Rieke beschnüffelt und gründlich abgeleckt

                                                       ..... und findet schnell die Milchquelle

Samstag, 24. Dezember 2011

Määäääährry Christmas!

Wir wünschen allen Freunden der Nutztierarche Stocksee ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Feiertage

Sonntag, 18. Dezember 2011

Heute hat es gar nicht geregnet...

Das war schön, ein ganzer Tag ohne Regen und Wind. So waren endlich auch einmal die Stubenhocker-Walliser mit ihren Lämmern draußen. Die Lämmer hatten sich schon häufiger vor dem Stall vergnügt, aber die Mütter bleiben bei schlechtem Wetter lieber an der gefüllten Heuraufe. Emmi musste leider drin bleiben, sie hat eine Euterentzündung. So etwas kennen wir gar nicht, hatten wir bisher noch nie. Seit Donnerstag wird sie vom Tierarzt bzw. nach Rücksprache mit ihm behandelt, sie frißt, aber die Euterseite ist noch immer sehr hart und heiß, heute morgen hatte sie wieder Fieber. Die Lämmer bekommen rund um die Uhr alle drei Stunden Ersatzmilch. Ihnen geht es gut.

Auch die anderen Lämmer sind alle wohlauf, Jüngstes ist ein zwei Tage altes Böckchen von einer Erstlammenden. Olga ist eine sehr fürsorgliche Mutter ohne dabei überdreht zu sein. Das klappt wirklich sehr gut.

In den nächsten Tagen werden wohl noch einige Walliser lammen.

Heute sind die letzten Lämmer für dieses Jahr in ein neues Zuhause umgezogen, zwei Walliser Landschafmädchen. Sie wohnen jetzt in der Nähe von Osnabrück auf einem Hof mit ihren neuen Menschen sowie einigen Pferden, Gänsen, Enten, Hühnern und Hunden. Die beiden Mütter scheinen froh zu sein, die Bälger los zu sein, sie haben nicht einmal geblökt.... Hoffentlich leben sich die Kleinen auch so problemlos in ihr neues Zuhause ein.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Othello - mit dem Kopf durch die Wand


Er sieht aus, als könnte er kein Wässerchen trüben. Othello ist ein Black Welsh Mountain und seit gut zwei Wochen bei uns. Er stand zunächst einige Tage mit seinen Damen auf einer der hinteren Weiden. Dort wurde es ihm offenbar zu langweilig. Er zerschmetterte einen Pfosten und brach aus. Er überquerte die große Weide mit den Jungtieren und den lammführenden Wallisern , zerschmetterte einen weiteren Pfosten und befreite die Shetlandschafe.  Walliser mit Lämmern, Jungvolk und Shetlander liefen zusammen mit einem Shetlandbock und Othello. Das ging natürlich nicht. Also brachten wir ihn auf die Bockweide. Die Böcke laufen mittlerweile auf ihrer Winterweide, die der Halbinsel "Alcatraz" vorgelagert ist. Othello mischte zunächst die Bockherde auf. Es wurde ordentlich gekämpft. Aber auch das wurde wohl schnell langweilig und er wandte sich dem einen verbliebenen Abtrennungstor zur Insel zu, auf der sich noch Steinn mit seinen kleinen Freunden befand. Das Tor hielt Othellos Angriffen nicht lange stand und alle Böcke waren vereint. Immerhin blieb Steinn bei der Herde.

Nicht so Othello. Auch hier fand er einen nachgiebigen Pfosten. Wir fanden ihn kurz darauf auf einer unserer anderen Weiden. Ca. 500 Meter weiter stehen die Ryeland und auf der benachbarten Weide die Wensleydales. Othello hatte einen Bogen um die Ryeland gemacht und war dabei, dem mehr als doppelt so schweren aber ungehörnten Wensleydalebock die Damen abspenstig zu machen. Edward hatte bereits ein blutiges Auge. Othello bekam eine Expreßfahrt nach Hause. Nun ist er mit seinen inzwischen geschorenen Damen im Stall.

Das alles hat sich innerhalb von zwei (!) Tagen zugetragen. So einen testosterongeladenen Bock hatten wir wirklich noch nie. Er ist uns gegenüber halbwegs friedlich, solange man ihn nicht provoziert.

In den nächsten Tagen holen wir alle weiblichen Tier an´s Haus. Dann wird Othello wieder auf die inzwischen zusätzlich mit Elektrozaun gesichterte Bockweide umziehen.

Hoffen wir, dass er zur Vernunft kommt.

Samstag, 3. Dezember 2011

Walliser Wolle wird nächstes Jahr knapp...

Das ist Elsa. So wie Elsa sehen momentan mehr oder weniger alle Walliser Schwarznasen und Walliser Landschafe aus. Die Damen lieben es, die Klettenbüsche abzufressen. Oder wie auch immer diese Pflanzen heißen. Ein Nachteil unserer sehr weitläufigen und nicht überall mähbaren Weiden. Ergebnis ist, dass die dicken Kletten in der Wolle hängen und sie verfilzen. Ich bin schon dabei, den Kram sukzessive aus der Wolle herauszuschneiden. In der Hoffnung, dass die Büsche in der Zwischenzeit  "abgeerntet" sind.
Ansonsten wird die Walliser Wolle bei uns nächstes Jahr knapp...


                    

Sonntag, 27. November 2011

Umtrieb

Wir dürfen mehrere Hektar Mähwiesen nachweiden. Eine feine Sache. Obendrein sind die Weiden nahe unseren gelegen, günstig über einen Feldweg zu erreichen. So müssen wir nicht extra einpferchen und verladen,
sondern können das Ganze zu Fuß erledigen.

Gerade war eine gute Gelegenheit, eine Herde auf die üppige Weide zu bringen (siehe Eimerschafe... :-D)
Hoffen wir, dass der Schnee noch auf sich warten läßt.


Gleich da!

Gras ohne Ende

Zaungäste

Mittwoch, 23. November 2011

Die Lämmer gedeihen

Die erstgeborenen Herbstlämmer sind jetzt gute drei Wochen alt und gedeihen prächtig, ebenso wie die jüngeren Lämmer. Das ältere Schwarznasenwidderchen spielt sich etwas auf den Kleineren gegenüber. Es ist immer wieder interessant, wie geschlechtsspezifisch sich bereits die wenige Tage alten Lämmer verhalten. Die Jungs rempeln, boxen und reiten auf. Die Mädchen spielen eher Laufspiele und versuchen sich den Rüpeleien der Jungs zu entziehen.

Neue Galerie

Auf unserer Website gibt es eine neue Galerie. Sie zeigt Bilder unserer neuen Shetlandschafe. Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr Lämmer gibt. Wir haben nur einen Lammbock dabei, den die Damen leider überhaupt nicht für voll nehmen. Bisher gibt der Kleine aber noch nicht auf.

Sonntag, 20. November 2011

Steinn ist in "Alcatraz"

So Jungs, aussteigen!

Wir dürfen die Schafe eine ganz besondere Fläche abweiden lassen, eine Halbinsel im See. Mit dem Festland verbunden ist sie nur durch einen ca. vier Meter breiten Weg. Auf diesem Weg steht ein sehr stabiles, sehr hohes Tor. Davor ist noch ein sehr stabiles, sehr hohes Tor. Wir nennen diese Weide "Alcatraz". Dorthin haben wir unseren Ausbrecherkönig und Abenteurer Steinn nun gebracht. Gesellschaft leisten ihm einige Bocklämmer: ein Devon, ein Wensleydale, ein Shetland und ein Ryeland.

Vermutlich ist Steinn schon dabei, seine Flucht zu planen... Jedenfalls hat er ohne zu zögern den Weg Richtung Ausgang eingeschlagen. Irgendwie hat er etwas von einer Brieftaube.


Orientierung nach rechts

Orientierung nach links

"Ich gehe dann mal!"
Schnurstracks Richtung Ausgang!
Steinn
1. Tor
Todesstreifen
2.Tor
Ryelands
Rechts und links der Bäume ist Wasser!

Neue Galerie und neue Bilder

Auf unserer Website gibt es eine neue Galerie mit Bildern der Rassen, von denen wir nur wenige Tiere haben. Es gibt dort auch Bilder von Mixen, die wir euch nicht vorenthalten möchten, da sind auch sehr schöne Tiere zwischen. Schafe sind einfach toll.

Obendrein gibt es in der Wensleydale-Galerie auch ein paar neue Bildchen.
Viel Spaß beim Anschauen.

Wir freuen uns immer über Resonanz hier, im Gästebuch oder an unserer Pinnwand!

Herbstlämmer III

Gestern abend hat Walliser Schwarznase Emmi zwei sehr schöne Auenlämmer bekommen. Zwischen Füttern und Zubettgehen, sehr nutztierarchenbetreiberfreundlich. Mutter und die beiden Lämmer sind wohlauf. Damit haben jetzt endlich alle Hochtragenden abgelammt. Die Überwachungskamera im Stall kann aus, die Nächte werden ruhiger. Puh. Kurze Verschnaufpause, bis es weitergeht.

Samstag, 19. November 2011

Es ist Schlachtezeit

Ja, liebe Leute, das gehört nun einmal dazu, die Tiere zu nutzen. Nur so können die alten Rassen wirklich erhalten werden. Und vor allem deren beste Eigenschaften. Einige der Jungs sind einfach über. Und da wir und viele andere Menschen gerne ab und an Fleisch essen und es ablehnen, Tiere aus Massentierhaltung zu konsumieren, ist es einmal wieder soweit: Voraussichtlich in einer Woche gehen einige Bocklämmer zum Schlachter. Wer Interesse an Lammfleisch hat, in küchenfertigen Hälften oder auch in Teilstücken, bitte melden.

Freitag, 18. November 2011

Moderne Technik in der Schafhaltung


              Dieser Cartoon bezieht sich auf einen englischen Kinderreim
                                            "Little Bo Peep has lost her sheep".

                             Ausstattung mit GPS? Sollten wir für Steinn überlegen...

                                   

Donnerstag, 17. November 2011

Suchmeldungen

Nachdem wir mitbekommen hatten, dass die Meldung wegen unseres entlaufenen Bockes bei der Polizei zu keinem Ergebnis geführt hatte, beschlossen wir, eine etwas größere Welle zu schieben und quasi die Bevölkerung zu informieren. Ich schickte Emails an die Segeberger Zeitung (die Kieler Nachrichten bringen grundsätzlich keine Suchmeldungen für Tiere!)  und an RSH, unseren regionalen privaten Radiosender. Plakate wollte ich eigentlich auch noch aufhängen, aber da hatten wir Steinn dann schon wieder. Da sich die ganze Aktion gestern bis in den Abend hinzog, die anderen entflohenen Schafe mussten ja auch noch zu ihrem Besitzer zurück, war es zu spät, die Presse über den glücklichen Ausgang zu informieren.
Bei RSH lief dann heute eine Meldung, die auch auf der Website stand:
12:43 Volker Mittmann:
Wir fahnden heute Nachmittag nach einem gestohlenen Mops aus Hohenlokstedt, einem entlaufenen Schafbock aus Dersau und einem ausgebüchsten Golden Retriver aus Wulfsfelde. Augen auf in Schleswig-Holstein. Muh, Mäh und Wuff! Info an uns oder 08000 80 20 30 .. unsere kostenlose Studiohotline.

Und in der Segeberger Zeitung stand diese Meldung:


                                                  

Hoffentlich fragt jetzt keiner nach, wie wir denn bitteschön zu einem Steinbock kommen.....  ;-D

Mittwoch, 16. November 2011

Steinn ist wieder da!!

Unser Gotlandbock Steinn ist wieder da, wir sind sehr erleichtert und froh.

Zufällig kam ich heute früher von der Arbeit, da noch ein Walliser Muttertier lammen soll. Ich wollte von zu Hause aus noch etwas arbeiten.
Aufgeregte Anrufe auf dem AB von Anwohnern der Bockweide: Ihre Schafe laufen bei uns auf dem Hof, Ihre Schafe laufen bei uns im Garten etc.

Ich habe mir also einen Eimer Hafer geschnappt und fuhr los. Im Vorbeifahren sah ich, dass die Böcke friedlich auf der Weide lagen. Die waren also nicht ausgebüxt. Bei der letzten Anruferin angekommen, bog ich um die Ecke und sah - Steinn und fünf andere Schafe, darunter einen Bock. Erst einmal habe ich Steinn in meinen Wagen verfrachtet, eigentlich kein Schaftransportfahrzeug und er fand es auch nicht besonders witzig, zwischen Rückbank und Heckklappe geklemmt zu werden.

Der Besitzer der anderen Schafe war dann glücklicherweise schnell ermittelt. Merkwürdigerweise stand das schwere Tor der Schafweide, die sich ganz in der Nähe unserer Weide befindet, sperrangelweit auf. Der Schafbesitzer sagt, das Tor wäre gesichert gewesen.

Natürlich hatten wir Steinn auch auf dieser Weide gesucht, da war er bis gestern noch nicht. Möglicherweise wurden diese Schafe - sei es absichtlich oder aus Versehen - aus der Weide gelassen und Steinn hat sich ihnen angeschlossen.

Jedenfalls ist er wieder da!

Dienstag, 15. November 2011

Unser Gotlandbock ist entlaufen


Unser Gotlandpelzschafbock Steinn ist seit ungefähr zwei Monaten bei uns. Am vergangenen Donnerstag ist er von der Bockweide, auf die wir ihn morgens gebracht hatten, entlaufen. Er wollte wohl zurück zu seinen Damen, die er aber schon gedeckt hat und dort auch schon aus der Weide gesprungen war. Deshalb sollte er zu den Jungs. Damit gab es bisher noch nie ein Problem.

Wir haben ihn gesucht, vor allem Gräben haben wir abgesucht.
Da die Suche erfolglos blieb, haben wir Polizei, Jäger und Tierarzt benachrichtigt.
Es tat sich nichts.
Gestern (Montag) Abend rief dann ein befreundeter Polizist an, dem wir den Verlust gemeldet hatten. Er hatte gestern nach dem Wochenende wieder Dienst und hatte gesehen, dass am Sonntagabend eine Meldung herein gekommen war: Zwischen dem nächsten und unserem Dorf war am Sonntag um 20.40Uhr ein Schaf gesichtet worden. Leider hat uns niemand benachrichtigt.

Als nächstes haben wir dann einen Schafzüchter am Anfang des Dorfes angerufen. Und der erzählte uns glatt, dass Steinn am Samstag bei ihm gewesen ist! Er hat ihn in den Stall eingesperrt, da er ihm viel besser gefallen hat, als sein eigener Bock, er hat Guteschafe!! Ich war sprachlos. Jedenfalls wollte er ihn dann wieder zu seinen Schafen lassen, da hat Steinn aber Ärger mit dem Jungbock bekommen und ist wieder über den Zaun gesprungen.  ....

Das ist der letzte Stand. Einige Leute haben ihn gesehen, aber keiner sagt Bescheid. Die Guteschafzüchter aus dem Dorf wissen ganz genau, dass wir besondere Schafrassen haben, da hätte man ja wohl Bescheid sagen können.

Noch mehr Lämmer II

Und gerade hat unsere Lina noch ein sehr schönes Schwarznasenwidderlamm bekommen. Ein prächtiger Kerl. Alle Mütter kümmern sich vorbildlich, das ist sehr beruhigend.
Bilder gibt es dann auch demnächst, momentan komme ich einfach nicht dazu.

Noch mehr Lämmer

Der Herbstlämmersegen geht weiter. Gestern hat unser Walliser Landschaf Cleo ein Zwillingspärchen bekommen, heute morgen hat Katinka zwei Schwarznasenlämmer, ebenfalls ein Pärchen, auf die Welt gebracht. Katinka brauchte allerdings Unterstützung durch unseren Tierarzt, da sich trotz geplatzter Fruchtblase der Muttermund nicht richtig öffnete. Muttertiere und Lämmer sind wohlauf, für die Nacht gibt es für die Lämmer eine Rotlichtlampe, unter der sie erfahrungsgemäß auch sehr gerne liegen.

Sonntag, 6. November 2011

Herbststimmung

An einem Sonntagmorgen im November bei den Jungs auf der Weide.
Absolute Stille. Schön.


              

Samstag, 5. November 2011

Tetanus

Wir sind sehr traurig. Das fünf Tage alte schwarze Widderlamm, das gestern noch so fröhlich über die Weide hüpfte (s. vorheriger Eintrag), mussten wir heute morgen wegen Wundstarrkrampf einschläfern lassen. Er muss sich gleich nach der Geburt infiziert haben, wahrscheinlich über den Nabel. Da die Lämmer schon ca. eine Stunde alt waren, als wir Montagabend in den Stall kamen (zwei Stunden vorher waren noch keine Anzeichen der unmittelbar bevorstehenden Geburt zu sehen), nützt eine Nabeldesinfektion dann wenig.

Gestern abend war der kleine Kerl noch putzmunter, heute morgen lag er dann steif neben seiner Mutter. Nach Recherche und Gespräch mit dem Tierarzt haben wir uns schweren Herzens entschlossen, ihn erlösen zu lassen. Er konnte nicht einmal mehr schlucken, eine Qual für so ein kleines Lamm.

Unser Bestand ist bisher nicht geimpft, es ist natürlich immer eine Überlegung wert. Dies war unser erster Tetanusfall, der Erreger ist aber wohl eher in schweren Böden zu finden, die wir definitiv nicht haben.

Natürlich kann immer irgendetwas passieren, man kann sich nicht gegen alles absichern und allem vorbeugen.
Aber wenn dann etwas passiert, fragt man sich immer, was man hätte besser machen können.

Freitag, 4. November 2011

Herbstlämmer


Die ersten Herbstlämmer sind da! Ein Schwarznasenmädel, ein Schwarznasenwidderlamm und ein Landschafwidderlamm sind in den letzten Tagen geboren. Alle gesund und munter und sehr typvoll.Bei dem schönen Wetter heute durften alle auf die Weide, nachts geht es  dann wieder in den Stall. Wir erwarten in Kürze noch mehr Lämmer.

Bei youtube gibt es ein Filmchen von der kleinen Truppe: Junge Herbstlämmer


       

       

       

Freitag, 28. Oktober 2011

Melkriege gesucht

Unsere Weiden haben alle guten Schutz vor Wind und Sonne in Form von Knicks, Büschen und Erhebungen. Einige Tiere brauchen aber mehr Schutz, besonders zu dieser Jahreszeit. Beispielsweise die Wensleydales vertragen Dauerregen nicht so gut. Auch den Jungtieren bieten wir gerne ein Dach über dem Kopf. Sehr schön dafür geeignet ist diese ehemalige Melkriege. Andie hat sie mit einem Vordach verlängert und die Seiten mit Gummimatten abgedichtet. Mit dem Trecker ist der Standort schnell gewechselt. Eine tolle Sache. Falls jemand noch so eine alte Melkriege herumstehen hat - wir hätten gerne noch eine. :-D

                      

Das Bild musste ich aus großer Entfernung aufnehmen, da die Wensleydales sofort aufspringen und laut blökend zum Trog laufen, sobald sie meiner ansichtig werden in Erwartung eines gefüllten Hafereimers.
Wie man sieht, hat es nicht viel genützt, der Großteil ist schon unterwegs zum Trog...:


   

Freitag, 21. Oktober 2011

Eichelschafe und Eimerschafe

        Wir haben nicht etwa weitere seltene und erhaltenswerte Schafrassen entdeckt.
     Die Walliser steuern zur Zeit morgens als erstes den Bereich unter den Eichen an.      
        Und dann wird geknuspert und geknurpselt, was das Zeug hält. Das sind die Eichelschafe.

Eimerschafe sind unsere Tiere eigentlich alle. Mangels zuverlässigem Hütehund,
den wir bei unserer Standweidenhaltung auch gar nicht auslasten könnten,
sind unsere Schafe alle auf Futtereimer konditioniert. Wir haben die besten Erfahrungen damit. Umweiden, aufstallen, verladen, einfangen, alles klappt hervorragend.
Hier demonstrieren Andie und die Devon Longwool eine kleine Übungseinheit.
Das Jungvolk ist auf der anderen Seite des Zauns und kann leider nicht teilnehmen.
Natürlich gibt es am Ende dann auch immer etwas Hafer.

video
       



Sonntag, 16. Oktober 2011

Sonntagmorgen bei den Wallisern...

Die Walliser dürfen die Mähwiese (wie passend) bis zum hoffentlich noch fernen Wintereinbruch nachweiden. Fünf Hektar hügeliges Weideland mit Busch- und Baumbestand direkt am See.   Was will Schaf mehr?  Hier ein kleiner Eindruck:

                                       video

Samstag, 15. Oktober 2011

Kleine Fiesheiten

Heute lahmte plötzlich ein drei Monate altes Schwarznasenlamm sehr stark auf einem Vorderbein. Oh je, hoffentlich nichts Ernstes?! Die Ursache war schnell gefunden:
Im Zwischenklauenspalt steckte ein Eichelhütchen, die Spitze tief in die Haut gebohrt.
Das tat weh!

Freitag, 14. Oktober 2011

Schwarznasennachwuchs -
noch in diesem Jahr

Gute Nachrichten für alle Schwarznasenfreunde, für die wir in diesem Jahr kein Lamm mehr hatten:
Einige Schwarznasenauen werden in den nächsten drei bis vier Wochen lammen.
Wir teilen an dieser Stelle mit, wenn der Nachwuchs da ist. Und natürlich auch, was es ist.

Dienstag, 11. Oktober 2011

TV - TIPP

Der sehr sehenswerte Film "Schneeweisse Schwarznasen" von Sylviane Neuenschwander-Gindrat läuft am Dienstag, den 18.Oktober um 9:15 Uhr bei arte.

Es gibt ihn aber auch in der arte-Mediathek zu sehen, ich weiss allerdings nicht, wie lange noch:

Schneeweisse Schwarznasen

Der Film handelt nicht einfach nur von den Walliser Schwarznasen in ihrer Heimat, dem Schweizer Kanton Oberwallis, sondern vor allem auch von den Züchtern dieser Rasse, die mit viel Einsatz diese wundervolle Rasse in den Schweizer Bergen erhalten. Sehr schöne Bilder der Schwarznasen in ihrem Herkunftsgebiet aber auch die liebevollen Portraits der Züchterfamilien machen diesen Film sehr sehenswert.

Es gibt ihn auch auf dvd zu kaufen, siehe unter Lieb-Links auf unserer Website.

Edit 18.10.: Der Film wurde heute aus der Mediathek entfernt.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Klauenpflege

Wir pflegen die Klauen unserer Tiere nicht nach dem Kalender, sondern nach Bedarf.
Nur wenige Schafe vertragen nasse Weiden, wie es in diesem "Sommer" und auch jetzt immer wieder der Fall ist. Selbst bei den Tieren, die den Stall aufsuchen können, gibt es immer wieder Probleme.

Da hilft nur einfangen, das Tier hinsetzen und einen Hub antibiotisches Spray in den Zwischenklauenspalt geben.
Die Schwarznasen brauchen da in unseren Breiten besondere Aufmerksamkeit -ihre einzige Schwäche-, aber auch bei den anderen Rassen findet sich der eine oder andere Hinkefuß.

Einzig die Engländer zeigen sich hier resistent.
Wenigstens etwas.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Oktoberschaf


                                     IÐA

                                       
Iða ist ein isländischer Name, wird Itha, wie das englische th, ausgesprochen. Unsere Tochter Katharina, der sie gehört, hat ihr den Namen gegeben.
I
ða ist eine von unseren ersten drei Schwarznasen. Sie kommt aus Buchheim vom Bodensee. Sie war ein halbes Jahr alt, als sie im Oktober 2005 zu uns kam. Im ersten Winter ging es ihr sehr schlecht, und der Tierarzt hatte sie aufgrund eines Pansenstillstands schon aufgegeben. Wir nicht. Sie bekam statt der empfohlenen dreimal täglich alle zwei Stunden Pansenstimulanz und war bald wieder fit. Gott sei Dank, Iða ist inzwischen unsere Leitaue, sie ist sehr selbstbewußt, ohne jemals aggressiv aufzutreten. Fremde Hunde sollten sich aber in acht nehmen, und wenn sie ein junges Lamm bei Fuß hat, macht unsere Hündin aus leidvoller Erfahrung auch einen großen Bogen um sie. Iða ist zwar nicht die typvollste Schwarznase, die wir haben, aber sie macht es durch ihren einmaligen Charakter, sehr vitale Lämmer, extrem gute Muttereigenschaften und sehr gute Milchleistung allemal wett. Sie ist zuverlässig und führt ihre Herde souverän, würde nie kopflos durch die Gegend rennen.
I
ða liebt es, direkt hinter ihren prächtigen Hörnern gekrault zu werden.

Dienstag, 4. Oktober 2011

Herbstzeit - Hauptbrunstzeit

Endlich sind alle Böcke bei ihren jeweiligen Damen. Nach 150 +/- 5 Tagen können wir dann mit den ersten Lämmern rechnen. Allerdings werden nicht alle Schafe sofort brünstig und so kann es sich dann mit der Lammzeit auch noch etwas hinziehen.

Septemberschaf

Artie


                                      

Eigentlich heißt der 2007 geborene Schwarznasenwidder Aristoteles, so genannt von der Züchterin. Wir haben ihn als Lamm gekauft und dann kören lassen.
Artie ist nicht nur eine sehr typvolle Schwarznase, er ist auch ein richtig feiner Kerl. Ruhig und ausgeglichen in der Herde, egal ob mit seinen Damen oder im Herrenclub. Er sucht nie Streit, ist auch uns gegenüber immer respektvoll, dabei aber auch sehr anhänglich und läßt sich gerne kraulen.
Er ist führig und neugierig und liebt Abwechslung.
Artie ist Vater vieler schöner, typvoller Lämmer.