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Es werden Posts vom Juni, 2012 angezeigt.

Zum Glück ist unser Haus nicht unterkellert

Wir warten immer noch auf Heuwetter. Stattdessen gab es dann heute mehrmals Weltuntergang in Form heftigster Sommergewitter mit Hagel und allem drum und dran.










Kleine Ryeland ganz groß

Erinnert ihr euch an den Neunpfünder? Ich habe euch das damals neugeborene Ryelandmädel am 12. April in dem Post vorgestellt. So sieht sie heute, mit knapp drei Monaten aus. Sie hat sich prächtig entwickelt. Die Kleine ist bereits reserviert und wird demnächst mit ihrer Halbschwester, einem anderen kleinen Ryelandmädel, in ihr neues Zuhause umziehen.

Was (unsere) Schafe so fressen

Schafe fressen Gras. Logisch. Aber es sind mitnichten nur Rasenmäääääher, als die sie gerne bezeichnet werden.  Gerade unsere Rassen brauchen abwechslungsreiches Futter.
Die hiesigen Weiden sind mit ihrem Deutschen Weidelgras oft viel zu einseitig. Wir sind froh, dass wir unsere Koppeln extensiv bewirtschaften können und die Schafe hier auch viel Futter finden, das andere Leute am liebsten komplett von ihren Weiden verbannen wollen, notfalls mittels Giftspritze. Hier eine kleine Auswahl, was unsere Schafe gerne ab und an fressen:

Die Walliser Schwarznasen stehen zur Zeit auf einer Moorkoppel. Die Gräben werden nicht ausgebaggert, dies sind unsere Weiden, die während einer Trockenheit immer noch reichlich Futter bieten. Ansonsten haben wir hier nur Sandböden (Kiesabbaugebiet), und wenn es zwei, drei Wochen nicht regnet, wird das Futter auf den anderen Weiden schnell knapp. Auf den Moorweiden wächst immer etwas. Unter anderem wachsen in den Gräben auch Binsen. Auch die werden gefressen, …

Vom Schaf zum - Haus

Ein beeindruckendes Video, wie in der Mongolei eine Yurte entsteht.


Das liebe Wetter, oder: Klimaerwärmung? Wo?

Seit wir (Weide-) Tiere haben, vor allem, seit wir Schafe haben, beachten wir das Wetter natürlich auf ganz andere Weise. Und es kommt mir zunehmend verrückt vor. Es wird immer schwieriger, Futter einzufahren.
Der Winter kann ja gerne streng sein, aber spätestens im März sollte doch der Frühling einkehren ("Im Märzen der Bauer....." *sing*), dass man die Wiesen vorbereiten kann. Schleppen, eventuell walzen, eventuell düngen. Im April sollte es dann viel regnen bei gemäßigten, wenn auch wechselhaften, Temperaturen, das Gras wächst. Im Mai können dann die Tiere auf die saftigen Sommerweiden. Die Mähwiesen wachsen noch etwas weiter. Nach den Eisheiligen wird es schön warm und trocken, die Schafe werden geschoren. Im Juni ist es dann richtig heiß und trocken, das Heu kann eingefahren werden. Hierfür braucht man ca. fünf heiße und trockene Tage, gerne mit etwas Wind, das erhöht die Verdunstung.


Ende Juni regnet es gerne einmal etwas anhaltender bei kräftigem Wind (deshalb findet da…

Pull-over

Wir sind immer noch nicht durch mit der Schur. Gestern abend hat der Scherer noch ein paar Schafe geschafft. Vor kurzem habe ich zwar noch gejammert, dass es viel zu trocken ist, aber dieser regelmäßige Regen bringt auch nichts. Es hat lange noch nicht genug geregnet, was die Vegetation betrifft, die Böden sind nach wie vor viel zu trocken. Allerdings pladdert es fast täglich ein wenig, so dass die Schafe zu nass sind zum Scheren und wir auch nicht mähen und Heu machen können.



Ein paar Tiere haben wir schon wieder nach Hause geholt. Sie werden dann heute im Stall eingesperrt, damit sie morgen geschoren werden können. Nur können wir nicht ALLE wieder nach Hause holen, das ist nun wirklich zu viel Aufwand. Ein paar Böcke müssen auch noch geschoren werden.





Um- und Nachweide

Die meisten unserer Tiere sind auf den Sommerweiden außerhalb Stocksees und den Nachbardörfern verteilt. Der Aufwuchs auf diesen Weiden ist, da sie den ganzen Winter Ruhe hatten, noch ganz gut. Allerdings ist es auch dort nicht so üppig, es ist einfach viel zu trocken, seit Wochen hat es nicht vernünftig geregnet. Da wir hier reinen Kiesboden haben, wir sind Hauptabbaugebiet für Kies, ist das für das Weideland natürlich fatal.

Meine Shetlander sind noch auf der Hausweide. Die Lämmer dieser Zwergschafe sind teilweise immer noch so klein, dass sie sich problemlos durch die Maschen des Schafzauns quetschen können - und das tun sie auch. Das Gras nebenan schmeckt bekanntermaßen immer besser. Aus diesem Grund habe ich die Tiere lieber unter Aufsicht am Haus. Unserer Aufsicht, aber vor allem auch der Aufsicht unserer lieben Nachbarn (das ist durchaus so gemeint), die immer ein wachsames Auge auf unsere Schäfchen haben.



Vor allem sind auch noch die Flaschenlämmer am Haus, wie meine hier abgebi…

Lämmerumzug

Am Freitag wurden gleich ein ganzer Schwung Lämmer von ihren neuen Besitzern abgeholt, nachdem sie schon im Winter reserviert wurden. Vier Wensleydale Longwool, eine Devon Longwool und eine Ryeland wurden, frisch entwurmt und mit Ohrmarken versehen, verladen, nachdem jetzt auch die Jüngste von der Mutter abgesetzt werden konnte. Die sechs werden aber nicht etwa von Privatleuten zum Vergnügen gehalten, sondern werden eine Aufgabe haben im Heilpädagogium an der Ostsee, bei den Eckern-Förderern in gleichnamigem Ort nördlich von Kiel. Als das Ryelandmädel geboren wurde, habe ich schon kurz davon erzählt (*KLICK*). Die Schafe werden dort von den Menschen mit Behinderungen betreut und versorgt werden. In der Werkstatt, in der bisher schon u.a. Holz- und Keramikarbeiten gefertigt werden, wird dann auch die Wolle der Schafe verarbeitet, u.a. an den Spinnrädern, die inzwischen auch dort hergestellt werden.
In der Werkstatt wird jedoch nicht nur gesponnen, sondern auch gefilzt. Ich habe diese wu…