Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahresendmeldung


Lange habe ich an dieser Stelle nichts von uns hören lassen. Bitte entschuldigt, ich weiß, dass viele von euch gerne Neuigkeiten von uns lesen.
Zur Beruhigung vorweg: Es hatte keinen triftigen Grund, dass hier so lange Funkstille war. Uns und den Schäfchen geht es gut. Vielleicht lässt es sich am ehesten mit einer gewissen Internet-Müdigkeit erklären. Da ich auch beruflich den ganzen Tag vor dem Rechner sitze und viel im www unterwegs bin, ist dann irgendwann einfach die Luft raus. Zu Hause müssen dann auch vor allem die Tiere versorgt werden.

Eine, bzw. zwei sehr erfreuliche Neuigkeiten möchte ich euch aber auch nicht vorenthalten, die wären eigentlich einen eigenen Blogeintrag wert gewesen.... Sie heißen Murphy und Dave und sind unsere Border Collies. Unsere alte Mischlingshündin Luise mussten wir im September leider gehen lassen und es sollte eigentlich kein neuer Hund her. Dieser Gedanke hielt allerdings nicht lange vor, und so zogen bei uns der dreijährige Murphy und kurz danach Welpe Dave ein. Murphy ist schon eine echte Hilfe an den Schafen, ich werde bei Gelegenheit ausführlicher berichten. Versprochen.

Vor allem möchte ich mich aber auch noch bei den Spinnerinnen und Filzerinnen entschuldigen, die so geduldig auf ihre Wolle warten. Ich habe euch nicht vergessen! Die Wolle hängt, inzwischen immerhin schon nach Rassen sortiert, in der Garage und wartet darauf, verschickt zu werden. Nun muss ich nur noch die E-mails mit den Bestellungen, Wünschen und Anfragen abarbeiten...

Nun wünschen wir euch allen erst einmal einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr 2014.

Ein paar Bildchen der Hunde und der Walliser Schwarznasen gibt es noch zum Schluß.
Murphy

Dave, hier 20 Wochen alt


                          Die Walliser Schwarznasen haben heute die Wintersonne genossen.

                                                          










Samstag, 20. Juli 2013

Endlich Sommer - und was sagen die Schafe dazu?

Wir sind froh, dass es nun endlich wärmer ist nach dem langen, kalten Winter und dem nassen Frühjahr. Doch kein Schaf mag wirklich warme Tage. Je nach Rasse kommen die Tiere mehr oder weniger gut mit der Hitze klar. Allen gemein ist, dass sie den größten Teil des Tages im Schatten verbringen. Die Tiere ziehen immer den Stall dem natürlichen Schatten beispielsweise unter Büschen vor. Ich persönlich finde es unter Bäumen und Büschen ja angenehmer, auch wenn einen da eher mal die Fliegen piesacken.

Gefressen wird dann ab spätnachmittags und vor allem nachts. Vor allem die Walliser meiden die Sonne, wo es nur geht. Auch wenn die Tiere geschoren sind, macht ihnen die Hitze zu schaffen. Wolle isoliert ja durchaus auch gegen Wärme. Natürlich muss immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Bei diesen Temperaturen und der Trockenheit saufen die Tiere ca. ein bis eineinhalb Liter pro Tag und Tier.

                                                  




                                Wenn wir kommen, trauen sie sich aber doch kurz aus ihrer Deckung,
                                                                            es könnte ja etwas zu fressen geben. 
                                                   Kurz danach verziehen sie sich aber sofort wieder in den Stall.





Auf der großen Weide versetzen wir den Zaun und geben den Tieren damit ein neues Stück frei zum Abfressen. Sobald es kühler wird werden sie sich auf das frische Grün stürzen. Beim Zaun Ziehen heißt es: Immer schneller laufen als die Bremsen fliegen können!





                                          Auf der Hausweide laufen eigentlich die Shetlander. 

                                                     Aber - wo sind denn bloß die ganzen Schafe??






                                              Einzig Rose steht verlassen auf der Weide und ist am Grasen. 
                                         Dann können die anderen doch aber eigentlich auch nicht weit sein!






                                          Ach, die Damen haben sich unter den Anhänger verkrochen! 
                                                                  Gut, wenn man so klein ist.
                                    Nicht, dass sie nicht auch ausreichend Schatten am Knick hätten.





             Gotländerin Viola, ihre Wensleydaletochter Vicky und Shetlanderin Judy ziehen                                     den Schatten unter den Sträuchern vor. Kluge Mädchen. Naja, vielleicht ist auch einfach kein Platz mehr unter dem Anhänger...



Nachdem es nun so lange trocken und warm war, konnten wir alle dafür vorgesehenen Koppeln abmähen und das Heu zu Rundballen pressen lassen. Hier hat Andie gerade einen Schwung nach Hause geholt. Davon musste er einige Fuhren fahren. Das sollte für den Winter reichen.


Samstag, 29. Juni 2013

Schur 2013.1

Entschuldigt bitte, dass es hier so lange nichts zu lesen gab. Es ist nichts Schlimmes passiert, was mich etwa abgehalten hätte, es war einfach viel zu tun.

Die Lammzeit ist mittlerweile längst abgeschlossen, die ersten Lämmer sind sogar schon in ihr neues Zuhause umgezogen.

Die Tiere sind alle auf Sommerweide. Da es im April und Mai viel zu trocken war, haben wir die Muttertiere mit Lämmern zunächst auf unsere Mähwiesen gebracht. Wir hatten insgesamt viel zu wenig Gras, aber im Frühjahr gieren die Tiere nach dem frischen Grün. Besonders die laktierenden Mütter und die Lämmer brauchen dann den frischen Aufwuchs. Zwischenzeitlich ist alles ganz gut nachgewachsen und wir werden wohl zumindest einen Schnitt Heu machen können. Es ist zwar mit Mehraufwand verbunden, die Außenweiden jeden Tag abzufahren und nach dem rechten zu sehen, dafür ist es hier am Haus aber schön ruhig....

Vor zwei Wochen dann haben wir mit der Schur begonnen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir haben noch nicht alle Tiere geschafft. Da Regen für das Wochenende, an dem die Schur geplant war, angesagt war, haben wir die Tiere, die einen Stall zur Verfügung hatten, einen Tag vorher eingesperrt. Das waren zum einen alle Walliser und die Black Welsh Mountain, hier am Haus liefen noch die Shetlander, die Wensleydale Longwool und die Böcke. Die Ryeland, die Devon Longwool und die Mixe sind auf einer Weide, die keinen festen Stall hat. Es wäre zu viel Aufwand gewesen, die Muttertiere mit den ganzen Lämmern wieder nach Hause zu holen. So hofften wir, dass sich das Wetter doch halten würde.

In diesem Jahr hat das erste Mal Schäfermeisterin Anke Mückenheim bei uns geschoren. Wenn es nach uns geht, kann sie es die nächsten Jahre auch gerne wieder tun. Sie leistet wirklich sehr gute Arbeit.
Wir haben am Samstag bei den Wallisern angefangen. Die Wolle war teilweise schon sehr filzig und es war recht mühsam, die Tiere von ihrem Vlies zu befreien. Ein Großteil der Vliese wurde gleich aussortiert. Tatkräftige Unterstützung hatten wir von zwei Spinnerinnen, die fleißig Vliese sortiert, eingetütet und beschriftet haben. Vielen Dank Petra und Conny, ohne euch wären die Vliese nicht so schön sortiert!

                                                        

Hier schert Anke eine Walliser Schwarznase. Am Samstag schien uns tagsüber ganz schön die Sonne auf den Pelz, wir mussten sogar einen Sonnenschirm aufstellen. Anke schert routiniert und geduldig ein Schaf nach dem anderen. Wenn ein Jungtier, das das erste Mal geschoren wird, strampelt, wird es mit geübten Griffen und bewährter Technik von Anke gehalten und begreift schnell, dass es keinen Sinn macht, sich zu wehren. Anke schreit nicht, schlägt nicht, zerrt nicht an den Ohren. Das haben wir alles schon bei anderen Scherern erlebt. Und es bringt noch nicht einmal etwas, die Tiere werden nur unruhiger und ängstlicher.


Loekka ist schon fertig und nutzt Ankes Kiste als Kopfablage.
Eine Lamminteressentin, die auf dem Rückweg aus dem Urlaub vorbei kam und Schwarznasenlämmer ausgesucht hat, zeigte sich sehr erstaunt, dass sogar die Köpfe der Walliser geschoren sind. Das würde ihr Scherer nicht machen. Ist natürlich schwer verdientes Geld, so einen Walliser zu scheren. Die haben Hörner, bewollte Köpfe, bewollte Beine und unsere haben auch noch lange bewollte Schwänze. Anke hat sie ALLE schön sauber geschoren.



So sieht das Vlies von einem Black Welsh Mountain Jungtier aus, das von Anke geschoren wurde. Das Vlies ist in einem Stück und man beachte die Hautseite, die am oberen Rand zu sehen ist - keine Nachschnitte.
Als die letzten Tiere geschoren wurden, zogen bereits dicke schwarze Wolken auf und es grummelte in der Ferne. Als alles fertig und abgebaut war, ging der Wolkenbruch dann los. Wer in dieser Ecke wohnt, hat es hautnah miterlebt, die anderen haben es vielleicht in den Nachrichten gesehen. Es gab schwerste Unwetter in ganz Schleswig-Holstein. Wir saßen dann schön bei uns im Trockenen und haben es uns gut gehen lassen.
Nachmittags ging es weiter zu Hause im Stall mit den Shetlandern. Die Muttertiere hatte ich alle schon vorher gerauft, die einjährigen Jungtiere mussten aber noch geschoren werden, da löste sich nichts. Die Wensleydale Longwool kamen auch dran und hier bewährte sich wieder einmal Ankes ruhige und konsequente Art. Wensleydale scheinen grundsätzlich zu denken, dass man ihnen an´s Leben will, wenn es an´s Scheren geht. Da wird gestrampelt, getreten und sich gewunden wie ein Aal. Ich denke, das wird nur noch von Alpakas getoppt.

Tja, und dann waren am Sonntag die Jungs an der Reihe. Einige unserer Herren haben mittlerweile eine wirklich stattliche Größe erreicht. Anke meinte hinterher, es sei gut gewesen, dass sie Böcke morgens als erste geschoren hat, da war sie noch frisch.
Hier ist Charles, der inzwischen ausgewachsene Devon Longwool Bock zu sehen. Er hatte sage und schreibe ganze sechs kg Wolle. Und bei der Wägung war die Hinterwolle schon weg!




Auf dem nächsten Bild wird Charles geschoren. Anke ist selbst 1.85m groß, man kann sich also vorstellen, wie groß der Bock ist.



Nach dem Mittag sind wir dann noch auf die andere Weide gefahren, haben die Tiere eingetrieben und den Scherstand aufgebaut. Nach dem vierten Schaf war dann aber Schluß, es regnete sich ein. Zum einen kann Anke im Regen schlecht scheren,vor allem kann ich aber mit den nassen Vliesen nichts anfangen. Ich habe keine Möglichkeit, sie alle zu trocknen. Nächste Woche soll es dann weiter gehen mit den verbliebenen Damen. Drückt uns mal die Daumen, dass es mit dem Wetter klappt. Und dass die Vliese mittlerweile nicht zu verfilzt sind.

Von Anfragen nach Wolle bitte ich vorerst noch abzusehen. Zum einen sind ja noch nicht alle Tiere geschoren, zum anderen habe ich aber auch viele Vorbestellungen. Wenn ich die alle abgearbeitet habe, was eine Weile dauern wird, gebe ich an dieser Stelle gerne bekannt, was noch an Rohwolle zu bekommen ist.

Montag, 15. April 2013

Die jüngste Schwarznase

Unsere Loekka hat mit dem Lammen bis zum ersten richtig schönen Frühlingstag gewartet. Kluges Mädchen. Heute vormittag hat sie ein sehr schönes Auenlamm zur Welt gebracht. Wie immer macht sie es alleine, wie immer hat sie ein schönes, kräftiges, fittes Lamm und wie immer hat sie reichlich Milch und ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Einfach toll.
Nachdem ausführlich Kontakt aufgenommen, geleckt und Milch getrunken wurde, haben es sich die beiden in der Sonne erst einmal gemütlich gemacht. So eine Geburt ist ganz schön anstrengend, für beide.

   



   


Samstag, 13. April 2013

Mehr Lämmerbilder

Guckt ihr auch regelmäßig? Es gibt immer einmal wieder neue Lämmerbilder.

Zu mehr komme ich hier leider momentan nicht, es müssen immer noch 20 Auen lammen, 13 Walliser und sieben andere (drei Wensleydale, zwei Ryeland, meine Gotländerin, eine Devon). Die Damen machen es spannend. Es sind schon ein Haufen Lämmer da, so um die 80, vier Flaschenlämmer sind dabei. Und wir müssen immer noch voll zufüttern, das Gras wächst nicht, in einigen Ecken liegt immer noch Schnee. Arbeit satt. Neben der Arbeit.

Vielen Dank, dass ihr immer so fleißig guckt und für eure nette Resonanz.

Sonntag, 24. März 2013

Lämmerbilder

Es gibt mehr Lämmerbilder im Album. (s. rechts)

Sonntag, 17. März 2013

Erste Lämmerbilder

Ein paar wenige Bilder einiger der bisherigen Lämmer habe ich online gestellt. Wenn ihr rechts auf das Lammbild klickt (oder auch hier), landet ihr im Album. Ist aber noch nicht besonders viel, es ist zum einen wirklich schwierig, im Stall zu fotografieren, zum anderen halten diese kleinen Biester einfach nicht still. Nun habe ich mir schon eine schnellere Kamera gekauft, aber die ist auch noch viel zu langsam.

Gestern ist das erste reinrassige Ryelandlamm geboren, erste Schwarznasenzwillinge gibt es auch schon, und Shetlanderin Queenie hat auch ein hübsches Zwillingspärchen. Überwiegend haben wir bisher aber Lämmer vom Devonbock, der hat wirklich nicht lange gefackelt, aber es gibt auch schon Lämmer vom Wensleydale Longwool (allerdings noch keine reinrassigen, die Damen lassen sich Zeit) und vom Ryeland.

Ich habe versucht, Bilder von meinem Favoritenlamm zu machen, ich nenne es das "Weimaraner Lamm", weil es wirklich genau die Farbe wie diese Hunderasse hat, ein wunderschönes Silbergrau, und unendlich lange Beine. Ein bildschönes Tier, mit dem erstaunten Wensleydale-Blick. Die Bilder weden ihr allerdings nicht gerecht. Ich hoffe, ich kann demnächst schönere Bilder machen, wenn die Lämmer nach draußen können.

Das Wetter macht uns immer noch einen Strich durch die Rechnung. Der Wind ist heute wieder bitter kalt und es liegt auch immer noch viel Schnee. Weiß vielleicht irgendwer, wann der Frühling kommt...? Also nicht nur der meteorologische oder der kalendarische, sondern der RICHTIGE?

Mittwoch, 13. März 2013

Wir in der Presse

Natürlich will ich euch auf keinen Fall die Information vorenthalten, dass wieder einmal ein Bericht über uns erschienen ist. Diesmal in der aktuellen Augabe der "tina Land und Leute". Die Bilder sind vom letzen Jahr, als die Journalistin Claudia Reshöft und der Fotograf Michael Müller bei uns waren und kurz darauf ein kleiner Artikel in der tina erschienen ist. Der jetzige Bericht ist deutlich umfangreicher, Claudia war noch einmal bei uns, um den Text neu abzustimmen. Es ist wieder ein netter Bericht geworden, haltet aber unbedingt Taschentücher bereit. Um die Lachtränen zu trocknen. ;-)  Die Überschrift wurde im Nachhinein geändert, ebenso kam der Anreißer (heißt das so?) auf der Titelseite dazu. Der ist aber nicht auf Claudias Mist gewachsen, sie weiß, dass ich keine Schäferin sondern Schafhalterin bin. Ein großer Unterschied.

Wenn ich demnächst etwas Zeit habe, scanne ich den Bericht wieder ein und stelle ihn unter dem Reiter Presse zur Verfügung.

Sonntag, 10. März 2013

Vorbereitungen

Da für gestern ein recht schwerer Wintereinbruch angekündigt wurde, haben wir noch einige Vorbereitungen getroffen. Die trächtigen Tiere liefen auf der Hausweide beim Folientunnel, ca. 200 Meter vom Haus und Stall entfernt. Das ist zu weit, um nachts bei Schneetreiben und kaltem Ostwind Neugeborene und Mutter in den Stall zu holen, wenn die Kleinen womöglich eine Wärmelampe brauchen.  Dort draußen haben wir keinen Stromanschluß. Also haben wir die Damen alle in den Stall geholt, etwas näher in Augenschein genommen und sortiert. Alle Muttertiere können leider nicht im Stall bleiben, das wäre zu eng.

Zunächst haben wir die Gelegenheit genutzt und die Walliser frei geschoren. Die Damen haben zum Ende des Winters so viel Wolle, dass Andie ihnen Bauch, Hinterteil und den teilweise sehr langen Schwanz frei scheren muss. Natürlich nicht nackig, aber so, dass es nach dem Lammen nicht alles verklebt und vor allem, dass die Lämmer das Euter leichter finden. Wie man hier bei Elsa sehen kann, hängen vor allem auch unter dem Bauch ordentlich Zotteln.



Ich bitte das Gestell Marke Eigenbau gebührend zu bewundern, das mein Mann gebaut hat. Als Kopfhalter dient ein doppelter, rund gebogener Garderobenhaken. Die Tiere werden mit einer Kette fixiert. So stehen die Tiere ruhig. In der Hochträchtigkeit vermeiden wir es möglichst, die Muttern hinzusetzen, wie man es normalerweise zum Scheren tut.
Erfreut habe ich festgestellt, dass bis auf Rieke ALLE Walliser aufeutern, die gedeckt wurden. Das hatten wir seit der Blauzungenimpfung nicht mehr, dass nahezu alle Walliser tragend sind. Selbst unsere selbstgezogene Olga, die inzwischen schon drei ist und noch nie trächtig war, hat eine recht große Kugel und schon ordentlich Euter. Und auch unsere Lina, die einmal gelammt hat und dann zwei Jahre leer blieb, ist trächtig.

Da es bei den Wallisern bis zum Lammen noch mindestens eine Woche dauert, sind sie wieder in den Tunnel gezogen. Da es jetzt deutlich weniger Tiere sind, können wir sie nachts im Tunnel einsperren. So sind sie vor Wetterunbill gut geschützt und bei Kontrollgängen nachts gut zu überblicken.

Die Wensleydale, die Devon Longwool, die Ryeland und die diversen Mixe sind nun im Stall unter Kameraaufsicht. Hier sind viele hochträchtige Tiere, bei denen wir täglich damit rechnen, dass sie lammen. Heute Nacht hat dann auch prompt ein vom Devon gedecktes Mixschaf Zwillinge abgeliefert. Die Shetlander haben einen eigenen kleinen Stall etwas abseits. Bei denen dauert es aber auch noch etwas mit dem Lammen.

Gestern nachmittag, als wir alles in trockenen Tüchern hatten, fing es dann an zu schneien. Und zu wehen. Und hörte nicht auf. Und heute morgen sieht es nun so aus:

Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie heilfroh wir sind, gestern alles geregelt zu haben. Mit so einem Wintereinbruch haben wir nun wirklich nicht mehr gerechnet. Die Walliser liegen hochzufrieden in ihrem Tunnel, satt gefressen an dem Heuballen, den wir ihnen gestern noch hingestellt haben. Das Klima im Tunnel ist erstaunlich angenehm. Einige Grade über der Außentemperatur, aber angenehme Luft und schön geschützt.

Den Engländern im Stall geht es ebenfalls bestens. Der Zwischenstand bei den Lämmern:
Zwei Devon mit einem Mädel und einem Zwillingspärchen, zwei Mixe mit jeweils einem Zwillingspärchen vom Devon, die Scottish Blackface und eine Coburger/Blackface Mix mit einem Mädel und Zwillingsmädchen vom Wensleydale, eine Black Welsh Mountain mit einem Zwillingspärchen (davon das Mädel schneeweiß. Ich wäre wirklich SEHR dankbar, wenn mir DAS irgendwer plausibel erklären könnte...).
Bilder folgen. Besonders die halben Wensleydales sehen hochinteressant aus, tolle Farben. Allerdings können die Kleinen bei den derzeitigen Wetterverhältnissen nicht nach draußen und im Stall ist es relativ dunkel, da die Lichtplatten vom Dach und auch die Fenster total zugeweht sind... Der Stall steht am Hang und von oberhalb weht es immer kräftig vom darüber liegenden Feld den ganzen Schnee zu uns herunter.

Leider eutert mein Gotlandpelzschaf Viola noch gar nicht auf. Das bedeutet, dass sie nicht vom Gotländer Steinn tragend ist. Sehr schade, ich hatte mich sehr auf reinrassige Gotlandlämmer von diesen beiden schönen Tieren gefreut. Da sie anschließend aber noch bei Wensleydale Eddi war, besteht noch Hoffnung auf Lämmer von ihr. Frodo, unser letztjähriges braunes Ryelandböckchen, das zuerst bei den Muttertieren mitlief, hat wohl kein Tier gedeckt bekommen. Er hat sich redlich bemüht, das habe ich gesehen, aber die Beine waren wohl doch noch zu kurz. Jedenfalls läuft die Frist dieser Tage aus, in der noch Lämmer von Frodo geboren werden könnten. Alle Ryelandlämmer, die danach geboren werden, sind von Tommy.

Vielen Dank für eure netten Kommentare zu unserem ersten Nachwuchs in dieser Lammsaison. Das kleine Devonmädel ist sehr energiegeladen und ständig nur am Herumhüpfen, sie ist sehr niedlich. Und sie hat sich offensichtlich sehr gefreut, als die ersten Spielkameraden dazu kamen, die nun gemeinsam mit ihr durch den Stall tollen.




Dienstag, 5. März 2013

Startschuss in die Lammsaison

Eine Devon Longwool hat in diesem Jahr die Lammsaison eröffnet. Heute am frühen Nachmittag brachte sie bei schönstem Sonnenschein ein weibliches Lamm auf die Welt. Nun sind die beiden erst einmal in einer Einzelbox untergebracht, dort bleiben sie für ein paar Tage. Die Mutter ist eine Erstlammende, aber kümmert sich vorbildlich um ihr Lamm.
                                                           



Unsere Website

Zugunsten des Blogs und der facebook-Seite habe ich die Website in letzter Zeit sehr vernachlässigt. Nach und nach werde ich die Seite nun überarbeiten. Ich plane auch eine Unterseite mit Tipps, so eine Art FAQ mit Antworten auf Fragen, die uns von Neuschafbesitzern immer wieder gestellt werden.

Angefangen habe ich mit der Unterseite der Walliser Schwarznasen, zu finden unter Home/Start > Unsere Schafe > Walliser Schwarznasen. Mir ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Tiere ursprünglich im Hochgebirge beheimatet sind. Es ist sehr schwierig, ihnen in Deutschland, vor allem im Norden, eine ausgewogene Fütterung zu bieten. Auch wir lernen immer noch dazu. Ich bin aber gerne bereit, unsere Erfahrungen weiter zu geben.

Es wird einige Zeit dauern, bis ich alles überarbeitet habe. Ich gebe Neuerungen hier bekannt.

Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem Spam-Problem. Seitdem ich Postings von "Anonym" ausgeschlossen habe, ist nun endlich Ruhe.

Samstag, 16. Februar 2013

Kommentarfunktion

Vielen Dank für eure Rückmeldungen, sehr interessant. Merkwürdigerweise habe ich die Spams ausschließlich bei älteren Posts. Teilweise bekomme ich eine Mitteilung über einen Kommentar, den ich als Spam erkenne, rufe dann den entsprechenden Post auf, aber da ist der Kommentar gar nicht mehr. Das verwundert mich noch viel mehr, denn man kann seinen Post in einem fremden Blog doch gar nicht komplett löschen, oder? Das mit dem Captcha-Code nervt mich ja eigentlich auch. Werde mal auf moderieren umstellen und es damit versuchen.

Freitag, 15. Februar 2013

Sicherheitsabfrage aktiviert

Da ich in letzter Zeit zunehmend Probleme mit Spams habe, habe ich die Sicherheitsabfrage wieder eingeführt. Gefällt mir gar nicht, aber ich hatte nahezu täglich Spams, teilweise einen ganzen Sack voll. Sollte das noch nicht ausreichen, werde ich obendrein noch moderieren müssen. Habt ihr bei euren Blogs auch dieses Problem?

Samstag, 9. Februar 2013

Das große Fressen

Wenn die Schafe hochtragend sind, ca. im letzten Trächtigkeitsdrittel, benötigen die Tiere viel Energie. Nur mit hiesigem Heu lässt sich der Bedarf nicht sicher decken. Auch nicht bei unseren Robusten, gerade zum Ende des Winters hin und bei Mehrlingsträchtigkeiten. Vor allem können die Tiere zum Ende der Trächtigkeit, wenn die Lämmer immer mehr Raum einnehmen, nicht mehr das Raufutter in den benötigten Mengen aufnehmen, um den Bedarf zu decken. Bekommen die Tiere zu wenig Energie zugeführt, besteht jedoch die Gefahr einer Ketose, die trotz intensiver Behandlung oft zum Tod des Muttertieres führt. Selbst wenn die Tiere überleben, sind sie stark geschwächt und können sich nicht um die Lämmer kümmern.

Es muss also vorgebeugt und Kraftfutter zugefüttert werden. In diesem Jahr füttern wir das erste Mal Maissilage, die wir von einem Landwirt im Nachbarort bekommen. Ergänzt werden muss dieses energiereiche mit eiweißhaltigem Futter, wofür wir Rapsschrot einsetzen. Ganz wichtig ist auch die Ergänzung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, wofür den Schafen mehrere hochwertige Leckschalen zur Verfügung stehen.

Auf der Weide mit dem Tunnel läuft die gemischte Herde. Eigentlich sind die anderen Herden auch von den Rassen her gemischt, nur hier laufen gehörnte und ungehörnte Tiere zusammen, seitdem zu Silvester aus Angst vor der Knallerei die Ryeland und die Mixe das Trennnetz nieder gerissen haben. Da es gut klappt, im Tunnel genug Platz ist und sie noch eine Melkriege als Ausweichmöglichkeit haben, haben wir es so gelassen.

Zunächst werden die Tiere aus dem Tunnel ausgesperrt. Es ist nahezu unmöglich, den Trog zu füllen, wenn die Tiere dabei sind. Ein zum Trog stürmendes Schaf kennt keine Verwandten und rennt auch den Futtermeister über den Haufen. Das ist zwar nicht so gefährlich wie bei einer Bullenherde, aber kann auch recht unangenehm werden, vor allem, wenn gehörnte Tiere dabei sind. Ganz davon abgesehen geht beim Einschütten das meiste Futter daneben, wenn die Damen die Köpfe im Trog haben.
Auf dem ersten Bild stehen die Damen also erwartungsvoll vor dem Tor. Sie stehen aber nicht direkt vor dem Tor, sondern vor dem Anhänger, da sich darin das Futter und Futtermeister Andie befinden, der es gerade anmischt.

                                         
"Boah, dauert das wieder lange"

                                      Der Trog ist befüllt, die Tore können also geöffnet werden:
                                                                     Auf die Plätze - Fertig - Los!







Und von der anderen Seite

Alle Schafe waren herein und an den Trog gestürmt und fraßen. Alle außer Elli. Sie mochte sich wohl nicht so in das Getümmel stürzen. Da Elli aber nicht besonders rund ist, dazu schon acht Jahre alt, seit sie zwei Jahre alt ist jedes Jahr Lämmer hatte, teilweise sogar zwei Mal, muss sie unbedingt Zufutter haben. Obendrein ist sie eine von Muttis Lieblingen. ;)



Natürlich habe ich sie nicht den ganzen Eimer leer fressen lassen. Das hätte sie nicht überlebt. Sie durfte aber so lange fressen, bis die anderen fertig waren.

Vielen lieben Dank für eure positive Resonanz auf meinen letzten Post. Macht echt Spaß, für euch zu fotografieren! :D


Mittwoch, 6. Februar 2013

Winterwetter - was denn nun?

Eigentlich wollte ich heute Bilder aufnehmen von der gar nicht so schönen Seite des Winters. Ich wollte einfach einmal ein wenig herum jammern. Bis gestern war es die Tage nur am Schütten, der Boden war völlig aufgeweicht. Es ist kein Spaß, bei so einem Wetter die Tiere zu versorgen. Der Trecker hinterlässt tiefe Spuren, die nassen Böden sind Gift für die Klauen, alles ist nass und klamm. Einzig die Wasserversorgung ist bei Plustemperaturen etwas einfacher.

Schon gestern nachmittag fing es aber wieder kräftig an zu schneien. Dicke, nasse Flocken fielen und innerhalb kürzester Zeit war alles wieder weiß.

Heute morgen konnte ich dann nur solche Bilder aufnehmen:


Die gemischte Herde wartet auf Frühstück in Form von Hafer.
Heu oder Heulage steht immer zur Verfügung.

Dasselbe Bild bei den Gotlandpelzschafen.
Man beachte die Schnee"wechte" am Unterstand im Hintergrund.

Zwei Coburgermixe

Black Welsh Mountain. Momentan eher White Welsh Mountain.

Shetlanderin Rose


Am Salzleckstein wird immer gerne geschleckt.
Shetlander Marcy und Josie.

Islandwallach Skafti fand das neue Weiß toll. Hier stellt er sich gerade in Positur,
nachdem er eine Weile herumgesteppt ist.

Frühstück für die Isis

                                  Jetzt regnet es allerdings schon wieder junge Hunde...

Vielen Dank für eure Kommentare zum letzten Post. Und auch für die davor. :D