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Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Aus Lämmern werden Leute, äh Schafe

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie sich die Lämmer entwickeln. Bei den Tieren, die bei uns bleiben, ist es besonders schön. Erst recht interessant finde ich es bei den Shetlandern, weil sich da die Farbe auch immer etwas verändert.
Heute war ein guter Tag zum Fotografieren, und so habe ich aktuelle Bilder von meinen Lieblingen gemacht. Die meisten Bilder habe ich von Judy und Monty, die sind besonders fotogen. Die anderen schwarzen Lämmer Tiffy, Trixie und Joey lassen sich irgendwie nicht so gut ablichten. Tiffy macht ständig Blödsinn oder kommt sofort zu mir gelaufen, Trixie und Joey sind recht scheu.

Auf dem ersten Bild sind Judy und ihr Bruder Jamie einen Tag alt. (Wie es Jamie ergeht, kann bei Irina auf skud.de nachgelesen werden)


                                  Auf dem nächsten Bild ist Judy auch erst wenige Tage alt.



Hier  sind Judy und Jamie einen Monat alt. Sie werden allmählich etwas heller. Die Farbe nennt sich bei den Shetlandern grey katmoget. Erst verstand …

Evakuierung

Vor gut einer Woche fiel der erste Schnee. Einige Zuchtgruppen waren noch auf den Außenweiden: Die Wensleydale Longwool, die Devon Longwool und die Ryeland. Jede Gruppe hatte mehrere Hektar zur Verfügung, es gab noch reichlich Gras, alle Weiden bieten Schutz, etwas Zufutter und Wasser bekamen die Herrschaften geliefert. Das war alles kein Problem.

Hier sind die Devon Longwool auf ihrer Außenweide. Aus organisatorischen Gründen laufen seit kurzer Zeit die weiblichen Black Welsh Mountain dort auch mit, nachdem sie vom Black Welsh Mountain Widder gedeckt wurden. Die Herde kann den Blick auf den Stocksee genießen. Die Schafe ziehen den Blick auf den Futterlieferanten allerdings vor.



Rechts zwei Devon Longwool, die Damen links mit den dunklen Ohren und der dunklen Nase haben den Wensleydale Longwool zum Vater.



Frühstück!


Hier ist die Herde der Wensleydale Longwool auf ihrer Weide mit Blick über den Plöner See. Das gehörnte Tier (mit erhobenem Kopf) ist eine Scottish Blackface. Diese werden in…

Der Countdown läuft

Seit einigen Tagen sind nun endlich auch die letzten Deckherden fertig zusammen gestellt und die jeweiligen Böcke bei den Herden. Es war wieder einmal eine logistische Herausforderung, die weiblichen Tiere zu sortieren, auf einzelne Weiden zu verfrachten und dafür zu sorgen, dass hoffentlich jeder Herr auch nur die ihm zugeteilten Damen deckt.

Aus zwei Gründen sind wir relativ spät dran mit dem Decken. Zum eine versprechen wir uns keinen Vorteil davon, wenn die Lämmer im Winter geboren werden. Wir produzieren keine Osterlämmer (das sind die, die Ostern gegessen werden...) lassen die Tiere lieber so ablammen, dass die Lämmer im richtigen Alter sind, wenn die Tiere auf die frischen Weiden kommen.

Der andere Grund ist das Schmallenberg-Virus. Wir hatten während der letzten Lammzeit glücklicherweise keine missgebildeten Lämmer, aber es ist nicht bekannt, ob die Muttertiere eine zuverlässige Immunität gegen das Virus aufbauen. Es kann also sein, dass sie in diesem Jahr wieder infiziert oder …

Paket von der Lebensgemeinschaft Sassen

Gestern kam ein Riesenpaket an. Ende August hatte ich gut neun kg Walliser Schwarznasenwolle an die Lebensgemeinschaft Sassen geschickt mit der Bitte, sie zu waschen und zu kardieren. Gestern kam dann das Paket mit vier kg schönster kardierter Wolle an. Was für ein Luxus. Unsere Katze Maris liebt Wolle und hat sich dann gleich dieses nette Schlafplätzchen gesucht.


Ein Shetland Nachzügler

Shetlandaue Mary war im Frühjahr nicht tragend. Leider, leider, denn ich hatte ja eh so wenig Shetlandlämmer, da zwei der Damen auch noch mit dem Black Welsh Mountain fremdgegangen sind. Jimmy, der weiße Shetlandbock, lief noch bis zum Frühjahr mit den Auen, da Mary brünstig zu werden schien. Womöglich sind Shetlander auch asaisonal, ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht.

Zwischenzeitlich dachte ich schon, Mary ist ein Zwitter, da sie sich so männlich benahm, z.B. richtig mit dem Bock kämpfte und tobte.

Vor einigen Wochen dann wurde sie deutlich runder und - das Euter wurde größer! In den letzten Tagen dann wurde sie immer schwerfälliger und auch die Scham schwoll an, ein recht sicheres Zeichen der bevorstehenden Geburt.

Heute Nacht zwischen meinen Kontrollgängen um 0 Uhr und 4Uhr, ist es dann passiert. Als ich um kurz nach 4Uhr zum Stall kam, war der kleine Kerl schon trocken, lief herum und trank fleißig am Euter.

Ein Shetlandlamm mit dieser Farbe habe ich mir sehr gewünscht, die Farbe n…

Vorbereitungen für den Winter

Im Winter holen wir alle weiblichen Tiere auf die Hausweiden. Die hochtragenden Tiere haben wir dann nachher im Stall hinter dem Haus, um sie mit der Kamera vor allem auch nachts im Blick zu haben. Tagsüber dürfen sie auf die Weiden, aber nachts sind sie dann im Stall.

Nun ist der Platz im Stall begrenzt und der Stall läßt sich auch aufgrund der Lage unseres Grundstücks nicht vergrößern. Vor allem vor Regen und Wind möchten wir aber alle Tiere schützen, und auch im Trocknen füttern können. Warm muss ein Stall nicht sein, nur Schutz vor Wetterunbill bieten.

In diesem Winter werden wir zum ersten Mal den Einsatz eines ehemaligen Folien-Gewächshauses ausprobieren. Der Vorteil liegt auf der Hand, es ist deutlich günstiger und leichter aufzubauen als ein fester Stall. Im Frühjahr kann es dann wieder abgebaut werden.
Diesen Winter werden dort die Jungtiere einziehen und die Muttertiere, die aus verschiedenen Gründen nicht gedeckt werden.















Jamie hat ein neues Zuhause

Den Großteil unserer Lämmer verkaufen wir jedes Jahr. Wenn es von Anfang an klar ist, dass ein Lamm später verkauft wird, versucht man, sein Herz nicht so daran zu hängen und Namen bekommen sie dann sowieso nicht. Ich kann hier nicht über jedes verkaufte Lamm berichten. Aber von einem besonderen, von Jamie, möchte ich doch erzählen.

Im Post Mehr Shetlandlämmer habe ich ja schon berichtet, dass er, damals noch namenlos, mit seiner Zwillingsschwester das Licht dieser Welt erblickt hat. Über diese beiden Shetlandlämmer habe ich mich besonders gefreut, da sie so schöne Farben und Abzeichen haben. Und ich habe sofort beschlossen: Diese beiden bleiben auf jeden Fall, das Böckchen kann später die anderen Auen decken.

Leider zeichnete sich mit der Zeit ab, dass Jamie, wie er inzwischen hieß, keine Hörner bekommen würde. Sehr, sehr schade, denn bei der gehörnten Variante der Shetlandschafe haben die Böcke wunderschöne Schneckenhörner. So wie meine beiden bisherigen Zuchtböcke Jimmy und Johnny, …

Die war doch nicht nur fett...

Wir waren im Frühjahr schon recht enttäuscht, dass nur 50% unserer Black Welsh Mountain Auen gelammt haben - nämlich eine. Sie hatte zwar ein sehr schönes Zwillingspärchen, aber die andere war nicht tragend. Da Othello, der Black Welsh Mountain Widder, partout nicht im Herrenclub, sprich auf der Bockweide bleiben wollte, haben wir im Frühjahr eine kleine Weide abgezäunt, auf der er dann zufrieden mit seinen Damen lief. Black Welsh Mountain sind ja saisonal. Dachten wir. Die zweite Aue, die im Frühjahr nicht tragend war, war schon im Winter recht dick. Über Sommer, auf unserer guten Moorweide, wurde sie immer dicker, so richtig rundum, wie ein Fass.

Montagmorgen stellten wir dann aber fest, dass sie doch nicht nur fett war. Da stand nämlich ein kleines pechschwarzes Black Welsh Mountain Lamm neben ihr.
Black Welsh Mountain sind also offensichtlich asisonal, d. h., dass sie im Gegensatz zu den meisten Schafrassen das ganze Jahr über brünstig werden können, wie z.B. auch un…