Mittwoch, 30. Mai 2012

Lämmerbilder

Das Bilderalbum "Lämmer 2012" befülle ich in unregelmäßigen Abständen aber kontinuierlich weiter. Rechts läuft eine Diashow, wenn ihr auf das Bild klickt, kommt ihr auf das gesamte Album und könnt euch die Bilder in größer anschauen.

Bei den "Verkaufstieren" gibt es jetzt auch Bilder.

Wollinteressentinnen können sich unter dem Reiter "WOLLE
über Neuigkeiten informieren.









Samstag, 19. Mai 2012

Frühsport

Samstagfrüh, 6:30Uhr. Die Vögel zwitschern, die Sonne schickt ihre ersten Strahlen. Noch einmal umdrehen, dann um sieben Uhr die Flaschenlämmer füttern. Plötzlich klopft es an der Tür. Eine dunkle Vorahnung beschleicht uns. "Moin! Eure Schafe laufen durch´s Dorf. Höhe Seeadler." Letztere Aussage entlarvt den Mann eindeutig als Einheimischen, da die Gaststätte Seeadler seit gut 15 Jahren nicht mehr existiert und sich an ihrer Stelle nunmehr ein Wohnhaus im Toskana-Stil befindet.
- "Ok, danke Andreas, wir gucken gleich mal"
Na Super, rein in die Klamotten und los. Die Ausbrecher sind schnell gefunden, haben sich schon etwas weiter Richtung Heimatstall bewegt. Es handelt sich ausgerechnet um die schwarze Gang, die Black Welsh Mountain und die Skudden, alle nicht gerade für ihre Kooperationsbereitschaft bekannt. Andie klappert mit dem Hafereimer und wider Erwarten setzen sich die Schafe brav in Bewegung, hinter ihm her zurück Richtung Dorfausgang. Ich bilde mit dem Auto die Nachhut. Aber je weiter es wieder vom Heimatstall weggeht, desto zögerlicher bewegen sich die Damen fort, bleiben stehen, drehen sich immer häufiger um. Erstaunlich immer wieder das Orientierungvermögen der Schafe,  die wir ja ausschließlich mit dem Anhänger auf die weiter entfernt liegenden Weiden bringen. Sie wissen genau, wo der Heimatstall ist.

Am Dorfausgang geht es links ab in einen Feldweg. Puh, von der Hauptstraße sind sie schon einmal herunter. Inzwischen geht es im flotten Trab hinter dem Hafereimer her. Scheint ja doch eine problemlose Nummer zu werden. Ich entspanne mich. Plötzlich stoppt der Trupp, den Damen scheint klar zu werden, wo es hingeht. Wieder auf DIE Koppel? Och nö. Denkt die Chefin wohl, schlägt einen 90Grad Haken und ab geht es durch den Knick und über den Acker im Galopp. Ich springe aus dem Auto und versuche, ihnen in einem Bogen den Weg abzuschneiden. Andie hat es inzwischen wieder irgendwie vor den Trupp geschafft. Gemächlich geht es nun wieder auf den Weg zurück. Und weiter Richtung Koppel. Aber nur ca. hundert Meter, dann dasselbe Spiel: Stoppen, Abdrehen, durch den Knick, im Galopp über den Acker, wir im großen Bogen den Weg abschneidend. Mir fällt auf, dass ich mehr Sport treiben sollte. Planänderung, anscheinend wollen die Tiere zurück auf die vorige Koppel, die liegt in dieser Richtung, da war reichlich Futter und nebenan stehen die Jungs. Dummerweise müssen wir dafür an einer fremdem Schafkoppel mit ca. 50 Tieren vorbei. Prompt laufen unsere Schwarzen in diese Richtung und lassen sich nicht überzeugen, dem Eimerträger auf eine unserer Koppeln zu folgen. Also wiederum Planänderung. Andie läuft zum Auto und fährt nach Hause, um den Anhänger zu holen. Die Schafe finden es an der Zeit für ein Päuschen, lassen sich neben der Schafkoppel mit den anderen Schafen nieder und fangen an wiederzukäuen. Ich mache es mir auf dem Eimer bequem und genieße die schöne Morgenstimmung. Bei der Gelegenheit sehe ich, dass bei den fremden Schafen ein Lamm auf der Seite liegt und nicht aufstehen kann. Ich versuche es aufzurichten, aber es fällt wieder um. Ein schlechtes Zeichen, wenn ein ca. acht Wochen altes, gut genährtes Fleischschaflamm mit den Beinen rudernd auf der Seite liegt. Handy habe ich natürlich dabei, ich informiere den Schafbesitzer.

Inzwischen trifft Andie mit dem Anhänger ein. Die Schafe begrüßen ihn blökend. Er fährt den Anhänger an den Zaun, läßt die Klappe herunter, die Herdenchefin kommt neugierig herbei. Wir haben kaum das Netz als Überzeugungshilfe ausgebreitet, da sind die Damen schon auf dem ihnen vertrauten Anhänger. Und nun wohin? Die Weide, von der der Trupp entfleucht ist, hat wirklich keine geeignete Einzäunung für diese springfreudigen Rassen. Also gibt es nur eins: Ab nach Alcatraz wie seinerzeit den Ausbrecher Steinn. Schwimmen werden sie wohl nicht, zu fressen ist dort genug für die paar Tiere.

Zugegeben, manchmal wäre ein Hütehund ganz hilfreich. Aber solche Situationen entstehen ein- bis zweimal im Jahr. Und bei solch temperamentvollen und flüchtigen Schafen wie den Black Welsh Mountain und den Skudden bräuchte es einen sehr zuverlässigen Hund, der nicht zu viel Druck macht. Von einem Tier, das bei uns chronisch unterbeschäftigt wäre, nicht zu erwarten. Und irgendwie klappt es auch so. Mit Ruhe und Schafverstand. Und unser Frühstück hatten wir uns echt verdient! :-D

Freitag, 18. Mai 2012

Schur 2.Teil

Morgen, am Samstag, kommt der Scherer zum zweiten Mal. Die schwarzen Walliser sollen geschoren werden. Ich habe die Damen gerade einmal begutachtet. Alle haben sie sagenhaft viel Wolle, die aber größtenteils an der Basis schon verfilzt ist. Bestes Beispiel ist unsere Rieke, die herrliche lange Locken hat, die aber alle schon sehr filzig sind. Ich fürchte, da wird es keine großartige Ausbeute geben.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Filmtipp

Heute, 16.Mai, gibt es um 21 Uhr auf 3sat den Film "Kopf und Kragen für 1000 Schafe. Der lange Weg zurück aus der Walliser Wildnis". Ich habe ihn gerade auch noch auf youtube gefunden, wer heute abend keine Zeit oder Lust zum Schauen hat. Es gibt auch viele Walliser Schwarznasen zu sehen! Und natürlich die atemberaubende Bergwelt der Walliser Alpen.

Zu verstehen sind die jungen Herren leider kaum, sie sprechen Walliserdeutsch. Untertitelt ist der Film nur ab und zu. Aber die Bilder sprechen wirklich für sich.

                                

Sonntag, 13. Mai 2012

Sonntagmorgendlicher Rundgang

Sonntags habe ich die Muße, auch die weiter entfernt liegenden Weiden mit abzufahren. Heute war es zwar recht frisch (acht Grad!), aber dafür auch sehr schön. Den Schafen draußen macht es nichts aus, sie haben noch ihre Wolle. Zuerst waren wir auf der großen Weide am Plöner See, auf der die Devon, die Ryeland und die Mixe laufen.
Ein Teil hat es sich unter einer der großen Eichen gemütlich gemacht. Die sind natürlich besonders im Sommer sehr beliebt.

                                            


Die Lämmer entwickeln sich prächtig. Dieses stramme Kerlchen hat den Gotländer Steinn zum Vater

Geschwister unter sich

Noch ein Steinn-Sohn. Er ist recht hell geworden, ein heller Fuchs. Mit Löckchen.

Das ist Phyllis, das dunkle Ryelandmädel.

Synchronfressen der Devon and Cornwall Longwool

Eine tanzt aus der Reihe

Ein Devon and Cornwall Longwool Mädel


                               Zurück geht es nach Stocksee, auf die dortigen Sommerweiden.

Das Black Welsh Mountain Böckchen. Wir hoffen für ihn, dass er einen umgänglicheren Charakter
als sein Vater Othello hat.

Seine Schwester

Ein paar Meter weiter ist die Bockweide.
Die Herren lassen es langsam angehen an diesem schönen Sonntagmorgen.

Wenn der Vater mit den Söhnen...

Donnerstag, 10. Mai 2012

Morgendlicher Rundgang II. - Video Hasenrennen

             Und hier ist das im vorigen Post versprochene Video
                 

Morgendlicher Rundgang

Es war etwas diesig heute morgen, aber angenehm warm. Bei meinem morgendlichen Rundgang über die am Haus gelegenen Weiden habe ich heute einmal meine Kamera mit genommen. Eigentlich wollte ich nur Bilder der nackigen Schwarznasen machen und auf unserer Facebook-Seite einstellen. Es gab aber noch viele weitere schöne Motive.

Die schwarzen Walliser stehen zur Zeit auf der andere Straßenseite und dürfen dort einen Teil des Parkplatzes vom Stockseehof abweiden. Nächsten Monat, vom 7. bis 10. Juni, findet dann wieder die Park&Garden statt und die Blechlawinen ergießen sich über dieses idyllische Fleckchen. Im Hintergrund sind die blühenden Kirschbäume der Plantage zu sehen.


                                                    



 Im Garten traf ich diesen gemächlichen Gesellen. Mit diesem 
  Fortbewegungstempo kommt sogar meine Kamera klar. :-D



                          Meister Lampe war auch da. Erst hockte dort nur dieses einsame Exemplar.   
                       Plötzlich tobten vier Feldhasen um mich herum! Den Film dazu liefere ich nach.



          Schwarznasen ziehen den stacheligen Weißdorn aus dem Knick dem frischen Gras vor.
                Es sind eben doch Halbziegen!



      "Wie bitte?! Ich habe wohl nicht richtig gehört!"



       Meine beiden Lieblings-Shetlandlämmer, Judy (links) und ihr noch namenloser Bruder




Issie nich schööön? Müßt ihr euch in der Vergrößerung anschauen! (Klicken) *schmacht*

Dienstag, 8. Mai 2012

Schur erster Teil

Da wir noch einige Schafe am Haus und damit nachts im Stall haben, konnten wir schon mit der Schur beginnen. Gerade bei den Schwarznasen verfilzt die Wolle sonst zusehends. Der Scherer war Samstag da (sorry, Cornelia, habe es erst einen Tag vorher erfahren, aber Artie war auch noch nicht dabei! ;-)). Die Walliser Schwarznasen und die Shetlander sind nun schon geschoren.

 


Das hier ist nicht etwa die Wollausbeute, sondern es ist das, was ich direkt nach der Schur grob aussortiert habe. Dies ist der Ausschuß von ungefähr acht Vliesen. Nur für diejenigen, die denken, ich lasse den ganzen Dreck in der Wolle und verkaufe ihn teuer. ;-)



                                             Und hier sind die ersten Vliese eingetütet.
                             Demnächst werde ich dann noch einmal nachsortieren und wiegen.




Samstag, 5. Mai 2012

Lammfleisch und Bratwurst

Heute sind einige Böcke zum Schlachter gegangen. Nächste Woche gibt es dann Lammfleisch. Falls Interesse besteht, meldet euch bitte per Email oder telefonisch, es gibt Hälften oder auch Einzelteile.

Ab nächste Woche gibt es dann auch endlich wieder Bratwurst.

Auf jeden Fall frieren wir auch einiges an Fleisch und Wurst ein. Etwas Lammsalami haben wir auch noch.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Der Junggesellenclub

Da Walliser Schwarznasen asaisonal sind, d.h., dass sie das ganze Jahr über brünstig werden können, haben wir Artie, unseren bewährten Walliser Schwarznasenwidder, etwas länger bei den Damen gelassen. Da sie nun aber mit den anderen Muttertieren zusammen auf Sommerweide sollen, musste er am Wochenende wieder auf die Bockweide umziehen, unseren Junggesellenclub. Dort laufen die Deckböcke all unserer Rassen, die gerade nicht im Einsatz sind, zusammen mit den Jungböcken und auch den Böcken, die zum Schlachten vorgesehen sind.

Mit Artie umgezogen sind seine Söhne, die von den Muttern abgesetzt werden konnten, also ca. vier Monate alt sind. Wenn der Chef mit einigen Neuen kommt, ist natürlich erst einmal etwas Aufregung angesagt. Paul, der vierjährige Schwarznasenwidder, der die Stellung gehalten hat, hat einige zaghafte Versuche unternommen, Artie seinen Chefposten streitig zu machen. Paul hat sich aber schnell wieder ohne größere Kämpfe gefügt, es wurde nur etwas gerangelt.

Hier gibt es einige Bilder zu sehen (bitte klicken).