Freitag, 27. Januar 2012

Winter

Nun ist er doch da, der Winter. Nicht, dass wir uns unbedingt nach Kälte und Schnee gesehnt hätten, aber es ist allemal besser als diese ewige Nässe und dieser Matsch.

Die Tiere gehen gerne auf die Weiden, wenn wir morgens den Stall öffnen.


  Die Schafe beschäftigen sich auf der Weide ganz unterschiedlich. Die einen mögen es, Schnee zu fressen. Natürlich gibt es im Stall immer frisches Wasser. Trotzdem fressen einige Schafe gerne Schnee, das konnten wir schon häufiger beobachten.




Die Nächsten knabbern lieber an der Tanne, die wir abgenommen und auf die Weide gelegt haben



                
Gerade die, von denen man es am wenigsten erwarten würde, wühlen unter dem kalten Naß nach den letzten Halmen:
Die Wensleydale Longwool mit ihren samtweichen, fast unbewollten Nasen




Einige der Damen machen es sich auch einfach und nutzen die angebotenen Futterwürfel, die mit Heu gefüllt sind.



Da wir allerdings davon ausgehen, dass der Winter nur ein kurzes Intermezzo gibt, sorgen wir vor. Der Durchgangsbereich zwischen Stall und Weide war nach den anhaltenden Regenfällen gnadenlos durchgematscht. Vom benachbarten Gut Stockseehof kann man im Winter Hackschnitzel bekommen, die dort während des Weihnachtsmarkts im Dezember an nassen Stellen ausgestreut werden, damit die Besucher trockenen Fußes von einem Stand zum anderen gelangen können.

Für uns eine praktische und günstige Methode, den Bereich etwas abzutrocknen.
Heute kam ein Mitarbeiter des Stockseehofs mit einem Radlader und hat uns eine ordentliche Fuhre Hackschnitzel hingekippt.

Dienstag, 24. Januar 2012

Ryeland mal anders


Der kleine Kerl ist nun schon eine gute Woche alt, war bei dem schlechten Wetter aber so schwierig zu fotografieren.
Nun ist mir endlich ein schönes Bild gelungen. Nutztierarche Stocksee proudly presents:
Das erste Ryelandlamm in diesem Jahr aber vor allem das erste dunkle Ryelandlamm bei uns.
Isser nich süß? Schaut genau hin, er lächelt.

Freitag, 20. Januar 2012

Sonnenbad

Heute hat es tatsächlich einige Stunden nicht geregnet und es schien sogar die Sonne.
Selbst die wasserscheuesten Stubenhocker, die Walliser, haben sich aus dem Stall getraut.
Die Devon Longwool sind sowieso wetterfest.
Heute haben sie dann aber auch ihr Verdauungspäuschen draußen genossen.
Momentan ein sehr seltenes Bild

Donnerstag, 19. Januar 2012

Müsli für alle

Zum Ende der Trächtigkeit und zu Beginn der Laktationsphase brauchen Schafe viel Energie.
Auch unsere Landschafe können dann aus dem Heu, das wir hier so ernten,
nicht mehr genug gewinnen und brauchen Zufutter.
Gut geeignet sind da Rüben, Mohrrüben und Kartoffeln.

Es gibt Schafe, denen kann man ganze Rüben vorlegen und sie beißen davon ab.
Habe ich gehört. Unsere tun es nicht.
Selbst, wenn wir die Rüben in Stücke hacken, lassen sie viel liegen.
So kam Andie auf die Idee, die Rüben mit Hilfe eines Schredders,
den er von einem Freund günstig bekommen konnte, zu zerkleinern.

Nun werden Rüben, Futtermöhren und Kartoffeln durch den leistungsstarken Schredder gejagt.
Dazu kommt dann noch etwas Quetschhafer. Und fertig ist das Müsli.
Die Damen lieben es, wir haben keine Verluste, und alle sind zufrieden.

Es ist natürlich etwas mehr Arbeit, aber was tut man nicht alles....

                            

Freitag, 13. Januar 2012

Othello wird vernünftig

Man könnte auch sagen, wir haben ihn weichgekocht. Ihr erinnert euch an Othello, den Black Welsh Mountain Bock?
Nun, wir haben ihn vor die Wahl gestellt: Entweder du kommst zur Besinnung oder zum Schlachter.
Natürlich reicht die Androhung von Konsequenzen bei einem Schaf nicht aus, wir brauchten Argumentationshilfe.

Die Therapie: Aus dem Stall mußte er heraus, da die trächtigen Tiere da im Winter einziehen und er zu viel Unruhe verbreitet hätte. So kam er in einen etwas abgelegenen Unterstand in Einzelhaft. Er blökte herzerweichend, sobald er Mensch oder Schaf hörte und bearbeitete ansonsten nach alter Manier alles mit seinem Schädel, dessen er habhaft werden konnte. Die trächtigen Walliser konnten ihn theoretisch besuchen, haben es aber nicht getan. Denen war der Typ wohl auch nicht ganz geheuer.

Das Hilfsmittel: Letzte Woche war dann der große Tag. Zunächst wurde ihm eine Bockmaske aus altem Teppich gebastelt, danke an dieser Stelle wieder einmal an die Schaf-Foren für diesen Tipp. Damit Böcke mit ihrem Schädel zustoßen können, müssen sie natürlich bis kurz vorher sehen, was sie da auf die Hörner nehmen wollen. Wie ein Pferd vor dem Sprung. Gerade, wenn Böcke sich mit ihresgleichen messen wollen, nehmen sie gerne mehrere bis mehrere -zig (!) Meter Anlauf, senken den Kopf, und dann auf ihn - ohne Gebrüll. Nimmt man dem Bock nun die Sicht nach vorne, kann er sein Ziel nicht mehr anpeilen, egal ob Pfosten oder Rivale. So weit die Theorie.

Das Ergebnis: Was soll ich sagen - es hat funktioniert.
Nach zwei Tagen hatte er sich die selbstgebastelte Maske zwar abgescheuert, aber läuft nun friedlich zwischen den anderen Böcken, als wäre nie etwas gewesen.

Ob es nun die "Therapie" war oder das Hilfsmittel sei dahingestellt.
Othello ist in die Bockherde integriert. Und nach all unseren bisherigen Erfahrungen mit anderen Böcken dürfte er nun kuriert sein. Wir freuen uns sehr darüber.

Übrigens:
Auch Steinn, der Gotlandbock, der im November fast eine Woche unterwegs war, ist immer noch brav bei den Jungs. Er hat seine kleinen Freunde und hält sich aus Konfrontationen heraus.

Und hier das Beweisfoto: Vorne rechts Othello, vorne links Steinn. Dahinter die buntgemischte Widder- und Böcketruppe. Wie man sehen kann, sieht Othello keine Bedrohung in mir, obwohl ich direkt vor ihm stehe. Er steht völlig entspannt da und macht keinerlei Anstalten, einen Angriff vorzubereiten, fixiert mich nicht einmal. In die Hocke bin ich dann aber doch nicht gegangen, obwohl es eine schönere Perspektive für das Bild gewesen wäre. Man muss es mit dem Vertrauen ja nicht übertreiben. ;-D



                                                               

Sonntag, 8. Januar 2012

Devon Longwool Nachwuchs


                    Unser erstes Devon and Cornwall Longwool Lamm ist da!
Betty, die wir 2010 als Absetzer gekauft haben, hat gestern morgen ganz unproblematisch gelammt und dieses entzückende weibliche Lämmchen auf die Welt gebracht. Sie ist eine sehr fürsorgliche Mutter, hat das Ablecken allerdings leider auf den Kopf und die Beine begrenzt, deshalb sieht die Kleine etwas merkwürdig aus.

Das Devonlamm ist gleichzeitig das erste Lamm bei uns im Jahr 2012. In den nächsten Tagen erwarten wir weitere Lämmer der Devon Longwool und noch einige Walliser.
Bei den Wensleydale und den Ryeland wird es wohl frühestens Ende Januar, eher später, losgehen.

Dienstag, 3. Januar 2012

Nachtmahlzeit für die Flaschenkinder

Gerade haben die Flaschenkinder von Emmi für heute ihre letzte Mahlzeit bekommen. Wenn ich hoch zum Stall komme, begrüßen sie mich schon mit einem ungeduldigen leisen "mmmmmmmhhhhh" und kommen mir entgegen gelaufen. Sie sagen nicht "mäh" sondern "mmmmhhhhhh". Im hellen Schein des Halbmondes und unter dem Sternenhimmel haben sie gierig ihren Abendtrunk genommen. Stille kühle Nacht. Schön. Zufrieden sind sie dann wieder zu ihrer Mutter in den Stall gelaufen, um an sie gekuschelt zu schlafen. Ich gehe jetzt auch zu Bett. Andie übernimmt dann die Frühschicht.

Sonntag, 1. Januar 2012

Nutztierarche in der Presse

Endlich habe ich es geschafft, die bisher über uns erschienenen Artikel zu scannen und einzustellen. Falls es jemanden interessiert, sie sind auf einer Unterseite des Blogs mit dem Titel "Presse" zu finden.

Es gibt keinen besonderes Anlaß, es jetzt zu tun, die Artikel und Meldungen sind alle älteren Datums. Rein der Vollständigkeit halber.