Samstag, 31. Dezember 2011

Das Jahr geht zu Ende

Keine bemerkenswerte Erkenntnis, aber auch hier neigt sich das Jahr 2011 dem Ende zu.
Insgesamt war es ein gutes Jahr, wir hatten viele schöne Lämmer, haben einen Großteil davon an nette Menschen abgegeben, die viel Freude an den Tieren haben. (Den anderen Teil haben wir nicht etwa an nicht nette Menschen abgegeben, sondern natürlich behalten.)

Unser Bestand hat sich nicht nur durch Nachzucht, sondern auch durch Zukauf einiger Tiere vergrößert. Auch andere Rassen wie die zwei Gotlandschafe oder die kleine Herde Shetlandschafe sind dazu gekommen. Ebenso einige Tiere der Rasse Black Welsh Mountain.

Highlight im Nutztierarche-Jahr war auf jeden Fall unser Tag der offenen Tür im Juni. Zwar total verregnet, aber mit trotzdem vielen Besuchern, neuen Bekanntschaften sowie alten Freunden. Im nächsten Jahr wird der Tag der offenen Tür am 1. Juli stattfinden, in der Hoffnung, dass das traditionelle Regenwetter zur Kieler Woche dann vorbei ist.

Auch verregnet war aber trotzdem viel Spaß gemacht hat unsere Teilnahme am Schaftag in Lensahn.

Wie im Blog zu lesen war, haben wir zum Ende des Jahres leider ein Walliser Muttertier samt Lamm verloren. Eine weitere Walliserin fällt aufgrund ihrer überstandenen Euterentzündung wahrscheinlich für die Zucht aus. Immerhin haben wir unsere Emmi aber noch, ebenfalls eine Selbstgezogene, wie April eines unserer ersten Lämmer.

Wir blicken auf jeden Fall zuversichtlich nach vorne, was unsere Schafzucht betrifft. Höhen und Tiefen wird es immer geben. Zwar nehmen einen Krankheiten und Todesfälle bei den Tieren immer sehr mit, aber es ist auch ein sehr erfülltes und abwechslungsreiches Leben.

Sylvester verbringen wir natürlich zu Hause, um immer wieder nach den Tieren sehen zu können. Bei uns im Dorf wird nicht viel geknallt, und meist wirklich erst zu Mitternacht, aber man weiß ja nie. Einige Muttern sind hochtragend, die haben wir via Kamera im Stall im Blick. Mit Spannung erwarten wir die erste Lammung von Betty, einer Devon Longwool.

Kommt alle gut in das neue Jahr, und wir wünschen allen Freunden ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012. Erfolgreich in dem Sinne, dass euch gelingen möge, was ihr euch vorgenommen habt.


              ALLE GUTEN WÜNSCHE ZUM NEUEN JAHR!

Sonntag, 25. Dezember 2011

Freud und Leid


Am Abend vor Heiligabend mussten wir leider unsere April erlösen lassen. Nach kurzer schwerer Krankheit, wie es so schön heißt. Wer Einzelheiten wissen möchte, findet sie hier und in dem Folgethema hier. Wieder einmal waren zusätzlich zum vor Ort anwesenden Tierarzt erfahrene User der Schaf-Foren Hilfe und Unterstützung.
Oben ist April auf einem Bild vom November zu sehen. Sie war viereinhalb Jahre alt, wir haben sie selbst gezogen. Sie war eine sehr schöne und liebenswerte Schwarznase. Manchmal etwas eigensinnig, wie sie halt so sind, aber uns immer zugetan und sehr freundlich. Auch wenn wir viele Tiere haben, einige wachsen einem besonders an´s Herz und hinterlassen eine große Lücke. April gehört auf jeden Fall dazu.

Aber wie es so ist im Leben, mal geht es bergauf, mal geht es bergab. Heute morgen, am ersten Weihnachtstag, hat Rieke ein niedliches Auenlamm auf die Welt gebracht. Die kleine Scheckin ist fit für drei.

                   Die Kleine wird von Mutter Rieke beschnüffelt und gründlich abgeleckt

                                                       ..... und findet schnell die Milchquelle

Samstag, 24. Dezember 2011

Määäääährry Christmas!

Wir wünschen allen Freunden der Nutztierarche Stocksee ein besinnliches Weihnachtsfest und schöne Feiertage

Sonntag, 18. Dezember 2011

Heute hat es gar nicht geregnet...

Das war schön, ein ganzer Tag ohne Regen und Wind. So waren endlich auch einmal die Stubenhocker-Walliser mit ihren Lämmern draußen. Die Lämmer hatten sich schon häufiger vor dem Stall vergnügt, aber die Mütter bleiben bei schlechtem Wetter lieber an der gefüllten Heuraufe. Emmi musste leider drin bleiben, sie hat eine Euterentzündung. So etwas kennen wir gar nicht, hatten wir bisher noch nie. Seit Donnerstag wird sie vom Tierarzt bzw. nach Rücksprache mit ihm behandelt, sie frißt, aber die Euterseite ist noch immer sehr hart und heiß, heute morgen hatte sie wieder Fieber. Die Lämmer bekommen rund um die Uhr alle drei Stunden Ersatzmilch. Ihnen geht es gut.

Auch die anderen Lämmer sind alle wohlauf, Jüngstes ist ein zwei Tage altes Böckchen von einer Erstlammenden. Olga ist eine sehr fürsorgliche Mutter ohne dabei überdreht zu sein. Das klappt wirklich sehr gut.

In den nächsten Tagen werden wohl noch einige Walliser lammen.

Heute sind die letzten Lämmer für dieses Jahr in ein neues Zuhause umgezogen, zwei Walliser Landschafmädchen. Sie wohnen jetzt in der Nähe von Osnabrück auf einem Hof mit ihren neuen Menschen sowie einigen Pferden, Gänsen, Enten, Hühnern und Hunden. Die beiden Mütter scheinen froh zu sein, die Bälger los zu sein, sie haben nicht einmal geblökt.... Hoffentlich leben sich die Kleinen auch so problemlos in ihr neues Zuhause ein.

Sonntag, 11. Dezember 2011

Othello - mit dem Kopf durch die Wand


Er sieht aus, als könnte er kein Wässerchen trüben. Othello ist ein Black Welsh Mountain und seit gut zwei Wochen bei uns. Er stand zunächst einige Tage mit seinen Damen auf einer der hinteren Weiden. Dort wurde es ihm offenbar zu langweilig. Er zerschmetterte einen Pfosten und brach aus. Er überquerte die große Weide mit den Jungtieren und den lammführenden Wallisern , zerschmetterte einen weiteren Pfosten und befreite die Shetlandschafe.  Walliser mit Lämmern, Jungvolk und Shetlander liefen zusammen mit einem Shetlandbock und Othello. Das ging natürlich nicht. Also brachten wir ihn auf die Bockweide. Die Böcke laufen mittlerweile auf ihrer Winterweide, die der Halbinsel "Alcatraz" vorgelagert ist. Othello mischte zunächst die Bockherde auf. Es wurde ordentlich gekämpft. Aber auch das wurde wohl schnell langweilig und er wandte sich dem einen verbliebenen Abtrennungstor zur Insel zu, auf der sich noch Steinn mit seinen kleinen Freunden befand. Das Tor hielt Othellos Angriffen nicht lange stand und alle Böcke waren vereint. Immerhin blieb Steinn bei der Herde.

Nicht so Othello. Auch hier fand er einen nachgiebigen Pfosten. Wir fanden ihn kurz darauf auf einer unserer anderen Weiden. Ca. 500 Meter weiter stehen die Ryeland und auf der benachbarten Weide die Wensleydales. Othello hatte einen Bogen um die Ryeland gemacht und war dabei, dem mehr als doppelt so schweren aber ungehörnten Wensleydalebock die Damen abspenstig zu machen. Edward hatte bereits ein blutiges Auge. Othello bekam eine Expreßfahrt nach Hause. Nun ist er mit seinen inzwischen geschorenen Damen im Stall.

Das alles hat sich innerhalb von zwei (!) Tagen zugetragen. So einen testosterongeladenen Bock hatten wir wirklich noch nie. Er ist uns gegenüber halbwegs friedlich, solange man ihn nicht provoziert.

In den nächsten Tagen holen wir alle weiblichen Tier an´s Haus. Dann wird Othello wieder auf die inzwischen zusätzlich mit Elektrozaun gesichterte Bockweide umziehen.

Hoffen wir, dass er zur Vernunft kommt.

Samstag, 3. Dezember 2011

Walliser Wolle wird nächstes Jahr knapp...

Das ist Elsa. So wie Elsa sehen momentan mehr oder weniger alle Walliser Schwarznasen und Walliser Landschafe aus. Die Damen lieben es, die Klettenbüsche abzufressen. Oder wie auch immer diese Pflanzen heißen. Ein Nachteil unserer sehr weitläufigen und nicht überall mähbaren Weiden. Ergebnis ist, dass die dicken Kletten in der Wolle hängen und sie verfilzen. Ich bin schon dabei, den Kram sukzessive aus der Wolle herauszuschneiden. In der Hoffnung, dass die Büsche in der Zwischenzeit  "abgeerntet" sind.
Ansonsten wird die Walliser Wolle bei uns nächstes Jahr knapp...