Montag, 16. Juli 2012

Lämmer mit Ausbildungsvertrag

Eigentlich alle Lämmer, die wir verkaufen, haben in ihrem neuen Zuhause Jobs. Oft sollen sie große Grundstücke beweiden und das Rasenmähen sparen, werden Zuchttiere, sollen Kinder oder auch behinderte Menschen, die sie versorgen lernen, zu verantwortungsbewußtem Handeln erziehen, Gesellschaft sein für andere Schafe oder einfach nur ihren neuen Besitzern helfen zu entspannen und deren Seele erfreuen.

Es gibt aber auch Lämmer, die später einen richtigen Beruf erlernen und arbeiten sollen. Davon möchte ich hier erzählen. Anja Skau aus Hamburg hat im vergangenen Jahr schon Ryelandbocklämmer bei uns gekauft. In diesem Jahr hat sie ihre kleine Herde noch etwas aufgestockt. Anja ist Sozialpädagogin mit der Zusatzqualifikation "Tiergestützte Therapie, Tiergestützte Pädagogik, Tiergestützte Fördermaßnahmen" und möchte sich in ihrem Beruf von ihren Schafen unterstützen lassen.

Drei Lämmer sind noch dazu gekommen, das vierte wird Anjas Freundin gehören.


Hier kommen George und Charles (Mitte), die reinrassigen Ryelandbocklämmer, Henry (links), ein 3/4 Ryeland - 1/4 Hampshire Down Mix sowie Emil, ein Walliser/Devon Unfall bei ihren zukünftigen Arbeitskollegen an. Man beachte das Transportmittel. 





                                                             William und Gilbert erwarten die vier Neuen.





                                                    Die Neuen werden einer gründlichen Inspektion unterzogen.




              "Kommt mal mit, wir zeigen euch hier alles" Ryelandjungs sind einfach klasse, so
                                         problemlos. William und Gilbert sind übrigens seit kurzem Hammel.




                                 Das Jungvolk. Noch etwas verwundert, aber ganz zufrieden, so scheint es.




                           
                                                                    Anja und William haben alles im Blick.

Mit den zwei Großen unternimmt Anja schon ausgedehnte Spaziergänge. Begegnen sie unterwegs jemandem, nimmt sie die Beiden an die Leine, da sie sonst von ihrer großen Neugier und Freundlichkeit getrieben alles inspizieren möchten und vor allem fremde Hunde bedrängen.....

            "Bevor die Schafe ihren ersten Arbeitstag antreten, dürfen sie sich noch an viele verschiedene Situationen gewöhnen und viele Gegenstände und Menschen kennenlernen," sagt Anja, "als Flucht- und Herdentiere können sie einige ihrer großartigen Kompetenzen in die Arbeit einbringen, zum Beispiel für ein soziales Kompetenztraining für Kinder und Jugendliche."

Ich finde es ganz prima, dass diese besonderen Schafe solch besondere Aufgaben bekommen werden. Und wir wünschen Anja und ihrer Truppe für die Zukunft alles Gute.